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Wassersparmaßnahmen für Sydneys Bürger

2.6.2019 9:25 Uhr

Zum ersten Mal seit zehn Jahren mussten die Behörden in Sydney wegen der extremen Trockenheit Beschränkungen für die Wassernutzung einführen. So sollen die Bürger und Unternehmen Sydneys beispielsweise keine Sprinkleranlagen mehr benutzen und ihre Fahrzeuge und Zufahrten nicht mit Wasserschläuchen reinigen.

Die neuen Regeln gelten von diesem Wochenende an für rund fünf Millionen Menschen im Großraum Sydney, wie die Regierung des Bundesstaates New South Wales mitteilte.

Bei Nichteinhaltung drohen Privatpersonen umgerechnet gut 130 Euro Strafe, Unternehmen knapp 340 Euro. Erhoben werden sollen diese Bußgelder allerdings erst nach einer Schonfrist von drei Monaten.

Hohe Temperaturen und wenig Regen

"Das Wasser tröpfelt in unsere Staudämme, aber es strömt aus den Wasserhähnen der Menschen. Im Durchschnitt verlieren wir etwa alle zwei Minuten und 15 Sekunden ein olympisches Schwimmbad", sagte Wasser-Experte Ian Wright von der Western Sydney University der australischen Nachrichtenagentur AAP.

Zuletzt waren in Sydney im Jahr 2009 Beschränkungen für die Nutzung von Wasser verhängt worden. Meteorologen sagen für Juni bis August weiter hohe Temperaturen und unterdurchschnittlich wenig Regen voraus. In Sydney verbrauchten die Einwohner nach Angaben der Behörden 2018 im Schnitt pro Kopf 210 Liter pro Tag, verglichen mit 161 Liter pro Tag, die in Melbourne verwendet wurden.

(be/dpa)