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Wasserqualität im Bosporus hat sich deutlich verbessert

22.6.2020 18:17 Uhr

Die Corona-Krise hat auch ihre guten Seiten: Die Wasserqualität im Bosporus zwischen der europäischen und der asiatischen Seite hat sich in den vergangenen Monaten deutlich verbessert. Der Grund: Durch den wochenlangen Lockdown in Istanbul kamen die Schifffahrt sowie der Fähr-Verkehr fast vollständig zum Erliegen und die Menschen blieben zu Hause.

Taucher sind täglich im Einsatz und untersuchen die Wasserqualität und können derzeit nur positives berichten. Zwar fischen sie immer wieder Gesichtsmasken und medizinische Handschuhe aus der Meerenge, doch der Plastikmüll ist deutlich zurückgegangen. Zudem seien wieder Krebse, Seesterne, Muscheln, Meeresschnecken und kleine Fischschwärme gesichtet worden. Auch die Unterwassersicht ist klarer denn je. Erst vor einigen Wochen waren Delfine im Bosporus gesichtet worden.

"Die Natur holt sich ihren Lebensraum zurück"

Durch den eingeschränkten Bootsverkehr, die teilweise verbotene Fischerei und die Verringerung des Abfalls habe sich das Leben auf dem Bosporus verlangsamt, sagt Meric Albay von der Universität Istanbul, die regelmäßig an den Tauchgängen teilnimmt. "Die Natur holt sich ihren Lebensraum wieder vom Menschen zurück", sagt sie.

Albay betont, dass sich die derzeitige Situation noch mindestens ein Jahr lang auf das Ökosystem des Marmarameeres auswirken wird und zur Artenvielfalt sowie zu gesunden Fischbeständen beitragen wird.

(bl)

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