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Was sind Stand-by-Flugtickets?

6.12.2018 14:35 Uhr

Für wenig Geld um die Welt: Stand-by-Tickets. Dabei handelt es sich um besondere Flugtickets, die aber nur den Mitarbeitern der Airline vorbehalten sind. Jedoch weisen auch diese Tickets Tücken auf.

"Früher gab es solche Tickets auch für Privatleute, heute nur noch für Airline-Angestellte", sagt Stefan Eiselin, Chefredakteur des Luftfahrt-Nachrichtenportals "Aerotelegraph". Es handelt sich im Prinzip um Wartelisten-Tickets. "Sie fahren zum Flughafen, checken ein, geben Ihr Gepäck auf, gehen durch die Sicherheitskontrolle und warten am Gate, ob in der Maschine noch ein Platz frei ist." Wenn dies der Fall ist, wird das Gepäck auch eingeladen.

Vor- und Nachteile der Stand-by-Tickets

Stand-by-Tickets bieten Vor- und Nachteile. Das Ticket kostet laut Eiselin nur ungefähr 10 Prozent des normalen Preises. In einer Branche wie der Luftfahrt, in der man nicht reich werde, nutzten Mitarbeiter der Fluggesellschaften diese Möglichkeit gerne. "Und die Airline verliert kein Geld und fliegt sowieso."

Allerdings hat der Mitarbeiter kein Anrecht auf Beförderung. "Manchmal sieht man Leute nervös am Schalter stehen", sagt Eiselin. Denn oft ist bis kurz vor Abflug unklar, ob es einen freien Platz geben wird. Wird zum Beispiel eine Reisegruppe auf den gewünschten Flug umgebucht, dann sind plötzlich alle Sitzplätze belegt. Der Stand-by-Passagier bleibt dann am Flughafen zurück.

Stand-by-Tickets sind vor allem bei teuren Langstreckenflügen begehrt. Die Ticketpreise innerhalb Europas seien ohnehin niedrig, sagt Eiselin. Da wiege der Preisvorteil womöglich nicht die Unsicherheit auf, ob man überhaupt mitfliegen darf. "Manche buchen lieber zum Normaltarif und haben dafür die Sicherheit."

(be/dpa)