dpa

Was die Berliner Modewoche bringt

12.1.2020 18:40 Uhr

Mit Designs für den nächsten Herbst und Winter beginnt am Montag (13. Januar) die Berliner Modewoche. Tausende Einkäufer, Journalisten und Fotografen werden in den kommenden Tagen erwartet. Der große Laufsteg zieht diesmal in ein ehemaliges Heizkraftwerk. Vier Designer aus Südafrika eröffnen dort die Schauen. Angekündigt sind mehrere Promis. Die Schauspielerinnen Katie Holmes ("Ocean´s 8", "Die Kennedys"), Alexandra Maria Lara und Jessica Schwarz sollen am Dienstag zur Show von Marc Cain kommen. An dem Tag werden auch Ex-Fußballer Bastian Schweinsteiger und seine Frau, die frühere Tennisspielerin Ana Ivanovic, in Berlin erwartet.

Bis Freitag gibt es zudem mehrere Messen. Dazu gehört die Neonyt, die sich auf Nachhaltigkeit konzentriert. Unternehmen, die dort ausstellen, müssen nach Angaben der Organisatoren verschiedene Kriterien erfüllen. Sie müssen zum Beispiel darauf achten, unter welchen Arbeitsbedingungen die Kleidung entsteht. Oder sie verwenden beispielsweise Bio-Baumwolle oder recycelte Fasern.

Designer Wolfgang Joop auf der Fashion Week

"Wir haben gerade viel Rückenwind", sagte Kreativdirektorin Magdalena Schaffrin. Umweltschutz sei gesellschaftlich ein großes Thema. Vor einem Jahrzehnt habe die Messe mit 16 Ausstellern angefangen. Letzte Saison seien rund 170 Labels dabei gewesen. Diesmal seien mehr als 210 Aussteller im stillgelegten Flughafen Tempelhof. Organisiert wird die Neonyt von der Messe Frankfurt.

Für Schaffrin geht es auch grundsätzlich um die Frage, wie Menschen einkaufen: "Was kaufe ich? Wo kaufe ich? Und vor allem auch: Wie viel kaufe ich?" Kaufe man auch mal Second Hand? Oder tausche Kleidung? Nach Meinung der Berliner Senatswirtschaftsverwaltung gewinnen "Green Fashion und Upcycling" an Bedeutung für den Modestandort Berlin. Die Fashion Week findet zweimal im Jahr statt. Rund 70.000 Besucher werden zur Modewoche erwartet. Mit dabei sind etwa Designer Wolfgang Joop, die Modeschöpferinnen Marina Hoermanseder und Lena Hoschek sowie beispielsweise die Label Riani und Sportalm Kitzbühel.

(ce/dpa)

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