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Was dürfen Influencer? Cathy Hummels Zivilprozess beginnt

11.2.2019 9:32 Uhr

Influencer können durch Werbung ein Vermögen machen. Doch welche Informationspflichten gelten für sie? Der Prozess um Cathy Hummels könnte ein Präzedenzfall werden, denn vor dem Münchner Landgericht wird heute unter Beteiligung von Instagram-Berühmtheit Cathy Hummels ein für die PR-Branche bundesweit bedeutender Rechtsstreit ausgefochten.

Die Richter haben das persönliche Erscheinen der Ehefrau von Fußball-Profi Mats Hummels angeordnet. Kläger ist der Verband Sozialer Wettbewerb, ein in Fachkreisen für seine zahlreichen Abmahnungen bekannter Berliner Verein. Der Vorwurf: Cathy Hummels mache auf dem Foto-Portal Instagram verbotene Werbung.

Verband Sozialer Wettbewerb verklagt Influencer

Der Anlass der Klage: Hummels hat Werbeverträge mit mehreren Modefirmen. Diese Beiträge kennzeichnet die frühere Moderatorin dementsprechend als "bezahlte Partnerschaft". Der Verein hat sie wegen 15 Postings verklagt, bei denen dieser Hinweis fehlte. Im Juli hatte Hummels in einem dieser Fälle eine Abmahnung akzeptiert, in den übrigen Fällen aber will sie die Sache bis zum Ende ausfechten, weil diese Beiträge nach Angaben ihrer Anwälte auch nicht mit Gegenleistungen verbunden waren. Der Verein hat neben Cathy Hummels noch mehrere weitere Influencer verklagt.

Dürfen Promis Produkte "einfach so" gut finden?

Das Verfahren stößt keineswegs nur bei Hummels´ Followern auf Interesse. Denn der Prozess berührt die Frage, ob Prominente überhaupt Produkte oder Dienstleistungen aus freien Stücken empfehlen dürfen, ohne dabei eine Klage zu riskieren. Das Anheuern bezahlter Influencer ist in vielen Branchen üblich, sogar etablierte Industriefirmen wie Siemens haben Influencer-Verträge mit Experten.

(be/dpa)

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