epa/Mick Tsikas

Warnung vor Eskalation am Persischen Golf

17.9.2019 11:54 Uhr

Zur Entspannung der aktuellen Lage im Persischen Golf hat Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg aufgerufen. «Jegliche Beeinträchtigung der globalen Energieversorgung ist für die Nato-Alliierten eindeutig besorgniserregend», sagte der Norweger der Deutschen Presse-Agentur.

Er appelliere an alle Parteien, weitere Vorfälle zu vermeiden, die eine ernsthafte Gefahr für die regionale Sicherheit darstellen könnten. Die Nato beobachte die Entwicklungen genau.

Sorge vor militärischer Eskalation wächst

Stoltenberg bezog sich bei seinen Äußerungen auf die am Samstag erfolgten Angriffe auf Ölanlagen in Saudi-Arabien. Sie hatten die Sorge vor einer militärischen Eskalation im Nahen Osten erneut befeuert und den Ölpreis in die Höhe getrieben. US-Präsident Donald Trump nahm den Iran als möglichen Verantwortlichen ins Visier. «Es sieht danach aus», dass der Iran hinter den Angriffen stecke, sagte Trump am Montag im Weißen Haus in Washington. Zugleich betonte er, dass die USA keinen Krieg mit dem Iran wollten.

Offiziell hatten sich am Wochenende die Huthi-Rebellen im Jemen zu den Angriffen bekannt. Saudi-Arabien führt ein Militärbündnis an, das die Huthis im Jemen unter anderem mit Luftangriffen bekämpft. Das sunnitische Königreich sieht in den Rebellen einen engen Verbündeten seines schiitischen Erzrivalen Iran. Die Huthis greifen Saudi-Arabien regelmäßig mit Drohnen und Raketen an. Vertreter der US-Regierung erklärten Medienberichten zufolge, die Angriffe vom Wochenende seien so komplex gewesen, dass die Huthis sie nicht alleine hätten ausführen können.

(an/dpa)

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