epa/Andy Rain

Warnung vor Anti-Türkei-Stimmung in der Nato

14.10.2019 21:09 Uhr

Jens Stoltenberg, der Generalsekretär der Nato, hat davor gewarnt, den Bündnispartner Türkei wegen der Militäroffensive in Nordsyrien vollständig zu isolieren. "Die Türkei ist wichtig für die Nato", sagte Stoltenberg am Montag vor Vertretern aus Parlamenten der Mitgliedstaaten in London.

Als ein Beispiel nannte er den Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS). Verbündete hätten dabei in der Vergangenheit Militärstützpunkte und Infrastruktur in der Türkei nutzen können.

Aktueller Konflikt droht den Kampf gegen den IS zu gefährden

Der aktuelle Konflikt drohe, die für den Kampf gegen den IS notwendige Einigkeit zu gefährden, warnte Stoltenberg. Der IS kontrolliere zwar keine großen Gebiete mehr, sei aber immer noch existent und könne zurückkommen.

Zugleich rief Stoltenberg auch noch einmal die Türkei mit deutlichen Worten zur Zurückhaltung auf. Der Norweger spielte dabei darauf an, dass der Anti-IS-Kampf auch durch die türkische Militäroffensive an sich gefährdet wird, da die von den Türken angegriffenen Kurden-Milizen Lager mit gefangenen IS-Terroristen bewachen. Er erwarte von der Türkei, dass sie sich mit anderen Alliierten abstimme, um die Erfolge im Kampf gegen den IS nicht zu gefährden, sagte Stoltenberg.

(an/dpa)

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