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Warnstreiks: Einschränkungen für Berliner

13.2.2019 7:40 Uhr

Kitas, Schulen, Ämter, Bibliotheken - heute kann es in Berlin überall länger dauern oder gar nicht klappen. Die Berliner müssen sich heute mit jeder Menge Einschränkungen abfinden. Gewerkschaften riefen Erzieher, Lehrer, Mitarbeiter von Bürgerämtern sowie Senatsverwaltungen und weitere Berufsgruppen dazu auf, ganztägig die Arbeit niederzulegen.

Bei einem Demo-Zug durch die Innenstadt und einer Kundgebung am Brandenburger Tor (11.30 Uhr) werden Tausende Teilnehmer erwartet, wie die Gewerkschaft Verdi ankündigte. Damit weiten sich die bundesweiten Warnstreiks im Tarifstreit um mehr Geld für Beschäftigte des Öffentlichen Dienstes auch in Berlin weiter aus.

Die Folgen werden wohl vielerorts spürbar sein. Bestimmte Kitas, die vom Land betrieben werden, werden wohl teilweise geschlossen bleiben. In Ämtern könnte es längere Wartezeiten geben. Auch mit Unterrichtsausfall an Schulen wird gerechnet. Zum Warnstreik sind nämlich auch Lehrer aufgerufen, die nicht verbeamtet, sondern Angestellte sind, wie die Bildungsgewerkschaft GEW erläuterte.

Tarifverhandlungen für Beschäftigte der Länder - außer Hessen

Hintergrund der Warnstreiks in vielen Städten in diesen Tagen sind die laufenden Tarifverhandlungen um mehr Geld für Beschäftigte der Länder - außer Hessen. Gewerkschaftsangaben zufolge sind deutschlandweit insgesamt rund 2,3 Millionen Beschäftigte der Länder von den Tarifergebnissen betroffen, da Verdi fordert, die Ergebnisse auf die mehr als eine Million Beamten zu übertragen. Diese dürfen in Deutschland nicht streiken.

Zu den Forderungen der Gewerkschafter zählt: Sechs Prozent mehr Gehalt, mindestens aber 200 Euro pro Monat bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Darüber hinaus strukturelle Verbesserungen in der Eingruppierung. Die Länder, deren Verhandlungsführer Berlins Finanzsenator Matthias Kollatz (SPD) ist, halten das für nicht bezahlbar. Die dritte Tarifrunde ist am 28. Februar und 1. März geplant.

(be/dpa)