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Wärter sollen geschlafen und Bericht gefälscht haben

14.8.2019 14:24 Uhr

Am Wochenende soll sich der wegen dem sexuellen Missbrauchs Minderjähriger in Haft sitzende Milliardär Jeffrey Epstein in seiner Zelle umgebracht haben. Die Wächter, die ihn beaufsichtigen sollten, haben dies offenbar verschlafen - buchstäblich. Das berichtet die New York Times.

Statt wie vorgeschrieben alle 30 Minuten nach dem Inhaftierten zu schauen, seien die beiden Beamten in der Gefängniseinheit Epsteins eingeschlafen und hätten dessen Zustand für rund drei Stunden nicht kontrolliert, berichtete die "New York Times" am Dienstag (Ortszeit) unter Berufung auf Ermittlungs- und Gefängnisbeamte.

Epstein nahm sich mutmaßlich in dieser Zeit das Leben. Er wurde von Mitarbeitern der Haftanstalt am Samstagmorgen gefunden und später in einem Krankenhaus für tot erklärt.

Arbeitsbericht gefälscht?

Die Wärter stünden auch unter Verdacht, ihren Arbeitsbericht gefälscht zu haben, um ihr fatales Versäumnis zu verschleiern, heißt es außerdem in der US-Zeitung. Beide Wärter sind mittlerweile beurlaubt, auch der Direktor der Haftanstalt wurde auf Veranlassung von US-Justizminister William Barr während der laufenden Untersuchungen zum Todesfall versetzt.

Der in elitären Kreisen bestens vernetzte Epstein saß in New York in Haft. Er stand unter Anklage, weil er Dutzende Minderjährige sexuell missbraucht haben soll. Laut Anklageschrift baute der Geschäftsmann zwischen 2002 und 2005 in New York und Florida einen illegalen Sexhandelsring auf.

(be/dpa)

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