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Wahlkampf statt Galadinner der Hauptstadtpresse

16.4.2019 22:09 Uhr

Am 27. April findet das jährliche Galadinner der "White House Correspondents' Association" statt. Es ist das dritte Mal, dass US-Präsident Trump es vorzieht, nicht hinzugehen. Stattdessen hat er eine Wahlkampfveranstaltung im US-Bundesstaat Wisconsin angesetzt - rund 1.100 Kilometer vom Weißen Haus entfernt.

Trumps Wahlkampfteam kündigte am Dienstag einen Auftritt Trumps am 27. April in Green Bay an, rund 1100 Kilometer von Washington entfernt. Die Veranstaltung soll eine halbe Stunde nach dem Abendessen in Washington beginnen. Trump hatte kürzlich bereits angekündigt, dass er nicht an dem Galadinner teilnehmen werde, das er "so langweilig und so negativ" nannte.

Trumps schwieriges Verhältnis mit den Medien

Trump war der Veranstaltung schon in den vergangenen zwei Jahren ferngeblieben. Der Präsident wirft Medien regelmäßig vor, gezielt Falschmeldungen zu verbreiten, und bezeichnet Journalisten als "Feinde des Volkes". Das Galadinner wird von der "White House Correspondents' Association" organisiert, einer Vereinigung von Journalisten, die über das Weiße Haus berichten.

Im vergangenen Jahr hatte der Auftritt der Kabarettistin Michelle Wolf für eine Kontroverse gesorgt. Wolf hatte in ihrer Rede vor allem die jüngsten Affären von Trump und seiner Regierung aufs Korn genommen und die Sprecherin des Weißen Hauses, Sarah Sanders, verbal heftig attackiert. Kritiker meinten, Wolf sei mit ihren Rundumschlägen zu weit gegangen. Die Veranstalter strichen schließlich die komödiantische Einlage. Stattdessen soll diesmal der Biograf Ron Chernow eine Rede halten, der sich unter anderem mit Büchern über Präsidenten und Staatsmänner einen Namen gemacht hat.

(be/dpa)