Symbolbild: epa/Arshad Arbab

Wahlen in unsicherem Stammesgebiet haben begonnen

20.7.2019 17:01 Uhr

In Pakistan haben unter dem Schutz von 35.000 Soldaten haben am Samstag in Pakistan erstmals Regionalwahlen in den unsicheren Fata-Stammesgebieten stattgefunden. Mit einer Verfassungsänderung im Vorjahr waren die Sonderterritorien an der afghanischen Grenze in die Nachbarprovinz Khyber-Pakhtunkhwa eingegliedert worden.

Durch die Gebietsreform wählen fast drei Millionen Stimmberechtigte erstmals Abgesandte in das Provinzparlament von Khyber-Pakhtunkhwa.

Politische Sonderlösung für Stammesgebiete

285 Kandidaten bewerben sich für die 16 Sitze im Provinzparlament. Viele der sieben Fata-Bezirke hatten lange Jahre Kämpfer von Al-Kaida, pakistanische und afghanische Taliban beherbergt. Zur Region gehören Nord-Waziristan und Kurram, so das Militär seit 2014 mit Großeinsätzen viele Extremisten vertrieben oder getötet hat.

Bis zum Vorjahr galten in den Stammesgebieten rechtliche und politische Sonderlösungen, die teils noch aus der Zeit der britischen Kolonialherrschaft stammten und zum Beispiel die Sippenhaft vorsahen. Die in der Verfassungsänderung vorgesehenen rechtlichen, administrativen und politischen Reformen ermöglichten Wahlen für das Regionalparlament. Das politische Vakuum in den Gebieten wurde als ein Grund angesehen, warum militante Gruppen in der Region einen sicheren Hafen finden konnten.

(an/dpa)

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