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VW zieht Werks-Eröffnung in der Türkei in Betracht

24.6.2019 13:50 Uhr, von Chris Ehrhardt

Der deutsche Auto-Riese Volkswagen hat sich in der Standortfrage zu einem neuen VW-Werk festgelegt: Es wird entweder in der Türkei entstehen oder in Bulgarien. Das sind die beiden Wettbewerber in der Standortfrage. Herbert Diess, VW-Chef, war in der vergangenen Woche in der Türkei. Wurden dabei die Parameter festgezurrt, um ein neues Türkei-Werk entstehen zu lassen?

Anfang des Jahres hatte VW angekündigt, in seinen Werken in Deutschland Elektrofahrzeuge zu produzieren und die Produktion bestimmter Modelle mit konventionellen Motoren auf ein Werk in Süd-Osteuropa zu verlagern. Zu Beginn umfasste die Liste der potenziellen Gastgeber des Unternehmens fünf Länder. Im Laufe der Zeit das Unternehmen die Auswahl auf die Türkei und Bulgarien beschränkt. In den letzten drei Monaten haben Offizielle des deutschen Automobilherstellers in den beiden Beitrittsländern Besuche und Gespräche geführt.

Kapazität von 300.000 Fahrzeugen in der Türkei

Die FAZ berichtete zuletzt, dass der VW-Vorstandsvorsitzende Herbert Diess vergangene Woche die Türkei besuchte, um über Infrastrukturprobleme eines Werks zu diskutieren, das der Autobauer in der westlichen Provinz Manisa unterhält. Die Möglichkeit, dass Diess höchstwahrscheinlich Gespräche mit Regierungsbeamten in der Hauptstadt Ankara führte, in denen das mögliche neue VW-Werk Thema war, ist groß. Angeblich soll VW innerhalb von zwei Wochen eine endgültige Entscheidung zugunsten der Türkei bekannt geben. Im geplanten Werk in der Türkei stünde die Produktion des Seat Ateca, des Skoda Karoq und anderer Modelle auf der Agenda des Unternehmens.

Quellen zufolge wird das geplante Werk in Manisa eine jährliche Produktionskapazität von 300.000 Fahrzeugen haben, während die FAZ das optionale Investitionsvolumen auf 2 Milliarden Euro beziffert. Das letzte Mal, dass in der Türkei große Investitionen in die Autoindustrie getätigt wurden, waren 1997 durch Toyota und Honda. In den letzten 22 Jahren hat kein anderes Autounternehmen in das Land investiert. Wenn VW Modelle mit hoher Wertschöpfung wie zum Beispiel den Passat herstellt, wäre dies ein wichtiger Schritt für die Türkei.

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