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VW steigert US-Absatz das zweite Jahr in Folge

3.1.2019 20:52 Uhr

"Dieselgate" scheint vergessen: bereits das zweite Jahr in Folge hat VW seinen US-Absatz gesteigert. General Motors und Ford hingegen haben Verluste einstecken müssen.

Dank gefragter SUV-Modelle wurden auf dem US-Markt insgesamt 354.064 Pkw mit dem VW-Logo an die Kundschaft gebracht, wie der Wolfsburger Autobauer mitteilte.

Das entspricht einem Anstieg von 4,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Im Dezember gab es in den USA ein Verkaufsplus von 5,8 Prozent auf 32.047 Fahrzeuge.

GM und Ford verkaufen weniger Autos

VW schlug sich damit zum Jahresende deutlich besser als die größten US-Hersteller General Motors (GM) und Ford. Marktführer GM, der seine Ergebnisse nur alle drei Monate vorlegt, wurde im vierten Quartal 2,7 Prozent weniger Neuwagen los als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Ford meldete für den Einzelmonat Dezember ein Minus von 8,8 Prozent.

Im Gesamtjahr 2018 verbuchten die US-Schwergewichte ebenfalls spürbare Rückgänge. Bei GM sanken die Verkäufe um 1,6 Prozent auf knapp 3,0 Millionen Fahrzeuge und bei Ford um 3,5 Prozent auf 2,5 Millionen Autos. Nach jahrelangem Absatzboom kühlt sich der US-Markt angesichts höherer Zinsen und gestiegener Spritpreise schon seit längerem ab. Analysten sehen auch im neuen Jahr keine Trendwende.

Zollstreit mitursächlich

GM und Ford machen darüber hinaus steigende Materialkosten zu schaffen, was unter anderem am US-Zollstreit mit Handelspartnern wie China und der EU liegt. GM kündigte im November bereits an, die Produktion zu drosseln und massiv Arbeitsplätze in Nordamerika abzubauen. Auch Ford will die Kosten drastisch senken.

Nicht für alle Autobauer war der Jahresabschluss indes enttäuschend. Fiat Chrysler steigerte den Absatz im Dezember dank florierender Jeep-Verkäufe um 14 Prozent. Die japanischen Branchengrößen Nissan und Honda legten um 7,6 Prozent beziehungsweise 3,9 Prozent zu, während Rivale Toyota einen Rückgang um 0,9 Prozent hinnehmen musste. Die Volkswagen-Tochter Porsche erhöhte ihre Verkäufe im Dezember um 4,4 und im Gesamtjahr 2018 um 3,2 Prozent.

(be/dpa)