epa/Danita Delimont

VW entschädigt Diesel-Kunden in Chile

5.2.2020 15:31 Uhr

In Chile erhalten rund 4.900 Dieselkunden von Volkswagen, Porsche, Audi und Skoda eine Entschädigung. Ein entsprechender Vergleich für Fahrzeuge mit zu hohem Schadstoffausstoß wurde in dem südamerikanischen Land jetzt mit der Verbraucherorganisation ODECU geschlossen, wie ein VW-Konzernsprecher am Mittwoch in Wolfsburg berichtete.

Der Löwenanteil der vereinbarten Zahlungen geht jedoch an zwei gemeinnützige Institutionen: Die von der katholischen Kirche getragene Wohlfahrtsorganisation Fundación Las Rosas und die Universität San Sebastián in der Hauptstadt Santiago de Chile erhalten jeweils umgerechnet rund 145 Millionen Dollar. Jeder Einzelkunde soll zudem etwa 500 US-Dollar bekommen - in Summe sind dies noch einmal knapp 2,5 Millionen Dollar für die Verbraucher. Auch der chilenische Importeur Ditec beteiligt sich.

Streit in Chile beendet

"Mit dem Vergleich ist der Diesel-Rechtsstreit in Chile abgeschlossen", erklärte Volkswagen. Die Autos der betroffenen Kunden sollen laut ODECU kostenlos technisch überarbeitet werden und Software-Updates erhalten. Es handelt sich der Organisation zufolge um Fahrzeuge, die zwischen 2009 und 2017 gebaut wurden. VW hat in etlichen anderen Ländern ebenfalls bereits Vergleiche zum Diesel-Skandal geschlossen, in Deutschland laufen derzeit noch Verhandlungen mit dem Bundesverband der Verbraucherzentralen (vzbv).

(an/dpa)

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