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VW-Betriebsratschef kritisiert fehlerhaftes Managment

8.3.2019 20:15 Uhr

Personelle Konsequenzen angesichts der Managmentfehler hat nun VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh gefordert. "Es kann nicht sein, dass hier Milliarden versenkt werden und das bleibt ohne Folgen", sagte Osterloh am Freitag der "Braunschweiger Zeitung".

Allein das "mangelhafte Management" des neuen Abgastestverfahrens WLTP habe den Konzern im vergangenen Jahr "mindestens eine Milliarde Euro" gekostet. "Das ist der Belegschaft, die den Wandel nicht nur erlebt, sondern aktiv gestaltet, nicht zu vermitteln", sagte Osterloh. Der Betriebsratschef verwahrte sich in dem Bericht gegen den Vorwurf, den Umbau des Unternehmens zu behindern. "Wir haben als Betriebsrat den Umbau noch nie aufgehalten."

Kostspielige Umstellung auf Elektroautos

Das "Handelsblatt" hatte unter Berufung auf Informationen aus dem Konzern berichtet, dass der Vorstand um VW-Chef Herbert Diess von 2023 an über zusätzliche Effizienzmaßnahmen 5,9 Milliarden Euro jährlich einsparen wolle. Grund sei die Umstellung auf Elektroautos, für die VW mehr Geld benötige. Dafür könnten bis dahin 5000 Jobs in der Verwaltung wegfallen, womöglich werde es aber nötig, gar 7000 Stellen zu streichen.

(an/dpa)