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VW beerdigt Pläne zu Werk in der Türkei

2.7.2020 8:23 Uhr, von Andreas Neubrand

Auch VW kämpft mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie und muss dabei harte Entscheidungen treffen. Eine davon trifft nun die Türkei mit voller Wucht: Das Werk in Manisa bei Izmir wird doch nicht gebaut. Dabei war man eigentlich zuerst auf einem guten Weg und die Tochtergesellschaft bereits im Land gegründet worden. Doch dann kam zuerst die Militäraktion in Syrien, danach Bedenken der EU hinsichtlich der Vorschriften und final die Krise durch das Coronavirus auf dem Absatzmarkt. Das in Kombination sorgte dafür, dass Volkswagen seine Pläne änderte.

Dass gerade dieses Werk nicht gebaut wird, kommt für die Experten wenig überraschend. Spätestens ab dem Moment, da in Brüssel durch die EU-Kommission geprüft werden sollte, ob das Projekt mit den EU-Vorschriften korreliert, wurde klar, hier überwiegen die Widerstände. Zuvor war das Projekt durch die türkische Militäraktion in Syrien auf Eis gelegt worden, denn der Konzern aus Wolfsburg befürchtete einen Imageschaden. Nun drohen durch die Corona-Krise rote Zahlen.

VW wollte eine Milliarde Euro investieren

Eine Milliarde Euro wollte der Konzern ursprünglich in Manisa in ein Mehrmarkenwerk investieren. Rund 4.000 Beschäftigte sollten dort 300.000 Fahrzeuge herstellen. Geplant war der Bau der Fabrik Ende 2020, der Produktionsstart war für 2022 vorgesehen.

Nun plane VW den Mittelklassewagen Passat und den Skoda Superb in seinem Werk in der Slowakei zu bauen. Dafür soll eine halbe Milliarde Euro in den Ausbau des Werks in Bratislava investiert werden, so "Zeit Online" unter Berufung auf die "Automobilwoche".

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