dpa

Vorbestrafter Nachhilfelehrer räumt Missbrauch zweier Mädchen ein

6.8.2019 9:11 Uhr

Über einen Zeitraum von mehreren Monaten soll ein vorbestrafter Nachhilfelehrer zwei Schülerinnen im Alter von 12 und später 13 Jahren sexuell missbraucht haben. Beim Prozessauftakt am Montag räumte der 60-Jährige die Vorwürfe der Anklage ein. "Ich schäme mich", sagte er im Braunschweiger Landgericht.

Dem Angeklagten wird vorgeworfen, zwischen Januar 2016 und Februar 2017 eine Schülerin während privater Nachhilfestunden elf Mal missbraucht zu haben. Außerdem soll er sich zwischen August 2018 bis Dezember 2018 an einem gleichaltrigen Mädchen 16 Mal vergangen haben. Der Beschuldigte ist bereits früher unter anderem wegen Vergewaltigung, versuchten Mordes und sexuellen Missbrauchs von Schutzbefohlenen verurteilt worden. Für das aktuelle Verfahren steht Sicherungsverwahrung im Raum.

Mutter erwischt zufällig Übergriff an Tochter

Die Übergriffe auf eines der Mädchen endeten erst, als die Mutter zufällig ins Zimmer kam. Nach dem Vorfall habe die Tochter berichtet, dass es sich um keinen Einzelfall handele. Der andere Fall kam ans Licht, als sich das Mädchen einem Freund anvertraute. Laut den Vernehmungen kämpfen beide Mädchen mit den Folgen des Missbrauchs.

Als Ersatz für die Aussagen beider Opfer vor Gericht wurden Aufnahmen der richterlichen Videovernehmungen gezeigt. Die Öffentlichkeit wurde dafür jeweils ausgeschlossen. Insgesamt habe der Mann etwa 15 bis 20 Jungen und Mädchen privat Nachhilfeunterricht gegeben. Die Verhandlung wird am kommenden Montag (12. August) mit weiteren Zeugenaussagen fortgesetzt.

(gi/dpa)

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