dpa

Von wegen Ponyhof: Harte Mission der deutschen Biathleten

9.2.2021 12:01 Uhr

Die speziellen Vorzüge ihres WM-Quartiers hatten Deutschlands Biathleten schnell entdeckt. Ponyhof! "Wenn man enttäuscht ist, kann man in den Stall, ein bisschen das Pony streicheln gehen", sagte Benedikt Doll.

Der Ex-Weltmeister wohnt bei den am 10. Februar beginnenden Titelkämpfen in Slowenien mit den Skijägern auf einem alten Hof in Ferienwohnungen, inklusive Stall mit Hasen, Ziegen - und eben einem kleinen Pony. "Es passt optimal, es ist alles gerichtet", sagte Doll in einem Video auf seinem Instagram-Kanal zur ländlichen Wohlfühl-Unterkunft. Sogar eigene Köche hat die Mannschaft dabei.Und Grund enttäuscht zu sein, soll es bei den Weltmeisterschaften in Pokljuka eigentlich auch gar nicht geben.

Die Zeiten totaler Dominanz mit Titeln in Serie schon lange vorbei

Bei den zwölf Entscheidungen an neun Wettkampftagen sollen Doll und Co. am besten vier bis fünf Medaillen mitnehmen, sagte Sportdirektor Bernd Eisenbichler. Chance Nummer eins gibt es beim Auftakt (10. Februar, 15.00 Uhr/ARD und Eurosport) mit der Mixedstaffel. Doch selbst wenn es nicht immer für das Podium reichen sollte, sei das noch lange kein Grund zur Enttäuschung. "Man darf nicht davon ausgehen: Jetzt kommen die Deutschen und machen die Plätze eins, zwei und drei auf dem Podium", sagte Bundestrainer Mark Kirchner.

Die Zeiten totaler Dominanz mit Titeln in Serie seien schon lange vorbei. "Man muss sich mal die internationale Konkurrenz anschauen, die mit einer Vielzahl von Athleten vorne in der Weltspitze rangiert." Der dreimalige Olympiasieger aus Thüringen meinte damit neben den Franzosen vor allem die übermächtigen Norweger.

Dauersieger Johannes Thingnes Bö und drei seiner Landsleute liegen im Gesamtweltcup ganz vorn und dominierten weitestgehend nach Belieben, bei den Frauen führen Marte Olsbu Röiseland und Tiril Eckhoff das Feld in diesem Winter klar an. "Man muss erstmal in den Top Sechs oder Zehn dabei sein. Dafür ist schon eine Qualität notwendig", sagte Kirchner.

(dpa)

0 Kommentare

Bitte geben Sie den Aktivierungscode ein, der an Ihre E-Mail-Adresse gesendet wurde.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.