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Von der Leyen: Fehlendes Handelsabkommen würde Großbritannien härter treffen

18.12.2019 14:29 Uhr

Sollte nach dem Brexit kein rechtzeitiges Handelsabkommen zwischen der EU und Großbritannien zustandekommen, sieht Ursula von der Leyen Europa besser darauf gerüstet, was dann kommen mag.

"Das würde unseren Interessen natürlich schaden, aber es würde das Vereinigte Königreich stärker treffen als uns", sagte von der Leyen am Mittwoch im EU-Parlament in Straßburg. Dem derzeitigen Zeitplan zufolge bleiben nach dem EU-Austritt der Briten am 31. Januar nur elf Monate, um bis Ende 2020 ein Handelsabkommen auszuhandeln. Gelingt dies nicht, könnten Zölle und andere Handelshemmnisse den Waren- und Dienstleistungsaustausch zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich beeinträchtigen. In so kurzer Zeit wurde jedoch noch nie eine solche Vereinbarung mit der EU geschlossen.

Johnson will EU unter Druck setzen

Der britische Premierminister Boris Johnson schließt es bislang aus, die Übergangsphase über 2020 hinaus zu verlängern. Beobachtern zufolge will er so Druck auf Brüssel ausüben, um Zugeständnisse etwa bei den Standards für Umwelt- und Verbraucherschutz in den künftigen Handelsbeziehungen zu erzwingen.

(be/afp)

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