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Volkswagen liquidiert seinen Ableger in der Türkei

30.12.2020 9:29 Uhr

Der Volkswagen Konzern hat seine Zweigstelle in der Türkei liquidiert, meldet BloombergHT am Dienstag. Zuvor waren die Ambitionen, einen Produktionsstandort in der Türkei bei Manisa aufzubauen, bereits mehrfach verschoben worden. VW sagte gegenüber Hürriyet.de, dass derzeit auch keine Pläne bezüglich des Aufbaus eines neuen Produktionsstandortes vorlägen, solange man den wirtschaftlichen Fallout des Coronavirus nicht kompensiert habe.

Die Entscheidung, die Firma abzuwickeln und zu schließen, wurde dem türkischen Handelsregister veröffentlicht. Bereits am Montag wurde ein Aufruf an die potenziellen Gläubiger veröffentlicht, berichtete BloombergHT. Volkswagen gründete den Firmen-Zweig im Oktober 2019 in der nordwestlichen Industrieregion Manisa mit einem Kapital von 943,5 Millionen Lira (105 Millionen Euro. Die Produktionspläne wurden zuerst zurückgestellt und dann im Juli 2020 basierend auf der Krise durch Covid-19 komplett "beerdigt".

Screenshot Handelsregisterauszug

Die Liquidation des Zweigwerkes in Manisa wurde vergangenen Monat von der Ankündigung des Konzerns begleitet, dass man das bereits vorhandene Werk in Slowakei mit einer Investition von 500 Millionen Euro ausbauen wolle, um weitere Kapazitäten zu schaffen. VW plant, die neuen Modelle Passat und Skoda Superb im slowakischen Werk zu produzieren

(ce)

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