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Volkan Demirel droht Trabzonspor-Funktionär – Die Antwort lässt nicht auf sich warten

28.4.2019 16:38 Uhr, von Anil P. Polat

Nach dem gestrigen Süper Lig-Spiel zwischen Fenerbahce und Trabzonspor kam es zu einem faustdicken Eklat. Der Torhüter der Istanbuler und ehemaliger Nationalkeeper, Volkan Demirel, erklärte nach dem Spiel von einem TS-Verantwortlichen beschimpft worden zu sein. Er verlange eine Entschuldigung, sonst würde er diese unter Zwang einfordern. Die Gäste konterten prompt mit einer passenden Antwort.

Unmittelbar nach dem Abpfiff (Endstand: 1:1 – zum Spielbericht) ereignete sich vor den TV-Kameras ein Skandal. Fenerbahces Torhüter Volkan Demirel gab dem TV-Rechteinhaber "beIN SPORTS" ein Interview und schockte die Zuschauer mit seinen Aussagen: „Ich habe nicht gespielt, daher könnten es einige als unnötig erachten, dass ich hier bin und mich zum Spiel äußere. Ich sehe es ebenfalls als unnötig an, meine Teamkollegen und der Trainer können über andere Dinge sprechen, doch ich will mich zu einem anderen Vorfall äußern. Niemand kann uns belehren oder beleidigen, wir sind ein Team, das mit seiner eigenen Situation beschäftigt ist“, stieg der 37-Jährige ein und holte schließlich zum verbalen Faustschlag aus: „Der Analyst, Dolmetscher oder was auch immer diese Person von Trabzonspor ist, hat einige Dinge zu mir gesagt. Entweder kommt er zu mir und entschuldigt sich oder ich zerre ihn aus dem Mannschaftsbus und zwinge ihn dazu, sich zu entschuldigen. Seitdem er geboren ist, haben wir hier gegen Trabzon nicht verloren. Jeder soll wissen, wo er steht.“

Nach Demirel-Angriff: Trabzon schlägt zurück

Diese harschen Aussagen des früheren Nationaltorhüters lösten enorme Empörung auf Seiten von Trabzonspor aus. Auch in den Sozialen Netzwerken wurden Demirels Worte heftig diskutiert und als Drohung verstanden, die äußerst negative Kritiken nach sich zog. Die Antwort von Trabzonspor ließ nicht lange auf sich warten. Präsident Ahmet Agaoglu verpasste Demirel eine Retourkutsche: „Ich will soviel dazu sagen, der Mann, der jemanden von uns aus dem Teambus von Trabzonspor rausholen will, wurde noch von keiner Mutter geboren. Niemand kann hier jemanden bedrohen, dass er ihn aus dem Bus rauszieht. Er sollte besser auf sich achten. In dieser Saison kam es in beiden Partien in Trabzon und Istanbul zu keinen Zwischenfällen, was diese Person zu stören scheint. Bei den früheren Vorfällen war er nämlich stets der Hauptverantwortliche“, so Agaoglu. Und es gab noch einen speziellen Seitenhieb. Man sei extra nicht losgefahren und habe den Bus warten lassen. Es sei aber niemand gekommen.

Hürriyet

Offener Verstoß gegen Regelwerk des TFF

Neben einer möglichen Strafe durch seinen Verein im Zuge seiner Äußerungen, könnte Demirel auch eine Strafe durch den türkischen Verband TFF erwarten. Laut Regelwerk sind Teams dazu verpflichtet, bei Siegen drei und bei Unentschieden zwei Spieler zu Interviews mit dem TV-Rechteinhaber zu schicken, die tatsächlich auch in der Begegnung aktiv waren. Nicht aktive Spieler dürfen gemäß Artikel 21 allerdings nicht vor die Kameras treten und sich äußern. Demirel verstieß gegen die Statuten. Sollte diese Aktion Demirels in den Bericht des TFF-Spielbeobachters aufgenommen werden, droht Demirel eine Sperre zwischen vier bis zwölf Spielen. Auch Rotsünder Sadik Ciftpinar verstieß gegen diese Regularien, da auch er sich nach seinem Platzverweise nicht hätte äußern dürfen. Dem Vernehmen nach hätten Verantwortliche von Trabzonspor die Aufnahme dieser Zuwiderhandlungen gegen die geltenden Regeln in den Beobachterbericht verlangt. Kursierenden Meldungen zufolge wurde Ciftpinars Statement in der Mixed-Zone als Regelverstoß im Bericht notiert, bei Demirel gäbe es keinen Eintrag.

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