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Virusbedenken überschatten alle anderen Probleme in der Türkei

7.4.2020 15:04 Uhr

Eine große Mehrheit der türkischen Öffentlichkeit hat sich laut einer kürzlich vom Institut Ipsos durchgeführten Umfrage besorgt über die Gefahren geäußert, die die Coronavirus-Pandemie für das Land darstellt. 84 Prozent der im März von Ipsos befragten Personen gaben an, dass das Virus das wichtigste Problem der Türkei sei, während 55 Prozent im Januar angaben, es handele sich um wirtschaftliche Probleme.

In der März-Umfrage gaben nur 10 Prozent der Teilnehmer wirtschaftliche Probleme als wichtigstes Problem an. Die Umfrage, die zwischen dem 26. und 30. März durchgeführt wurde, ergab, dass 94 Prozent der Teilnehmer über das Coronavirus besorgt waren, gegenüber 79 Prozent in der Umfrage Anfang März. Rund 76 Prozent der Befragten gaben an, "sehr besorgt" über Covid-19 zu sein, während nur 1 Prozent der befragten Personen angaben, überhaupt nicht besorgt zu sein.

Die Menschen scheinen jedoch zu der Überzeugung gelangt zu sein, dass die Pandemie negative Auswirkungen auf die Wirtschaft haben wird. Rund 44 Prozent der zwischen dem 13. und 16. März Befragten gaben an, dass die Pandemie eine ernsthafte Bedrohung für die Wirtschaft darstellt. Die Zahl der Menschen, die das exakt so sehen, stieg in der letzten Märzwoche auf 69 Prozent an.

Nur wenige Menschen rechnen mit einem schnellen Pandemie-Ende

Die Umfrage zeigt auch, dass die Menschen in Bezug auf die Aussichten auf ein baldiges Ende der Pandemie zunehmend pessimistischer werden. Bereits Mitte März glaubten 45 der Öffentlichkeit, dass die Coronavirus-Pandemie innerhalb von "ein oder zwei Monaten" verschwinden könnte. Die Zahl reduzierte sich Ende März bei erneuten Umfragen auf 36 Prozent. Laut der Studie, die zwischen dem 26. und 30. März durchgeführt wurde, glauben 32 Prozent der türkischen Öffentlichkeit, dass es mehr als sechs Monate dauern kann, bis die Pandemie verschwindet.

Die Umfrage ergab ebenso, dass der Verbrauch bestimmter Artikel innerhalb von zwei Wochen stark angestiegen ist. Die Nachfrage nach Gurken, von denen einige glauben, dass sie das menschliche Immunsystem stärken könnten, stieg in der Zeit vom 25. bis 31. März – verglichen mit der Periode vom 18. bis 24. März - um fast 130 Prozent an. Der Verbrauch von Zahnbürsten stieg im gleichen Bemessungszeitraum um 128 Prozent und die Ausgaben für Eiscreme und Fruchtsaft sind um 113 Prozent sowie um 104 Prozent angestiegen. Der Hefekonsum stieg ebenfalls stark an, da die Menschen zu Hause angefangen haben, Kuchen, Kekse und türkisches Gebäck zu backen.

(ce)

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