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Virologe erklärt niedrige Covid-19-Sterberate in Deutschland

27.3.2020 7:17 Uhr

Im Vergleich zu anderen Ländern, ist die Todesrate bei Covid-19 in Deutschland extrem niedrig. Warum eigentlich? Die Antwort gibt nun Christian Drosten, Virologe an der Berliner Charite.

"Der Grund warum wir so wenig Todesfälle haben gegenüber der Zahl der Infizierten ist dadurch hinreichen zu erklären, dass wir extrem viel Labordiagnostik machen", so der Arzt. Das berichtet nun "Der Spiegel" in seiner Online-Ausgabe.

"Nationale Taskforce" gegen Coronavirus

Derzeit würden pro Woche über eine halbe Million Corona-Test durchgeführt. Außerdem habe Deutschland, im Gegensatz zu anderen Ländern, früher mit dem Testen angefangen, ergänzt der Vorstandschef der Charite, Heyo Kroemer. Zusammen mit Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU) stellten Mediziner auf der Berliner Pressekonferenz ein neues Forschungsnetzwerk vor. Laut der Ministerin soll diese "Nationale Taskforce" die besten Ideen und Maßnahmen gegen das Coronavirus entwickeln. Dabei arbeiten Ministerien, wissenschaftliche Netzwerke und Universitätskliniken eng zusammen.

Allein das Forschungsministerium finanziert die "Nationale Taskforce" mit 150 Millionen Euro. Dabei plane man alle Patientendaten zu bündeln, um einen Gesamtüberblick über die Krankengeschichten der Infizierten zu erlangen. Diese Daten sollen bei der Impfstoff- und Therapieentwicklung helfen, so der Virologe Christian Drosten gegenüber dem "Spiegel".

(an/dpa)

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