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Viertägige Ausgangssperre zu Bayram in der Türkei – Das bleibt offen, das bleibt zu

20.5.2020 9:31 Uhr

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat am Montag nach der wöchentlichen virtuellen Kabinettssitzung die Frage beantwortet, die viele Türken beschäftigt: Ja, es wird über die Bayram-Feiertage eine Ausgangssperre geben. Und zwar für alle 81 türkischen Provinzen.

Damit möchte man die Verbreitung des Coronavirus weiter eindämmen und den positiven Trend sinkender Fallzahlen untermauern. Doch was ist während der Ausgangssperre erlaubt – und was nicht?

Einkaufen während der Ausgangssperre

Am Sonntag endet der Fastenmonat Ramadan und es wird im ganzen Land das Zuckerfest gefeiert – normalerweise eine Zeit der Zusammenkunft mit der Familie und Freunden. Doch diesmal wird alles anders sein und die Menschen im kleinen Kreise feiern.

Punkt zwölf in der Nacht von Freitag auf Samstag beginnt die Ausgangssperre. Lebensmittelgeschäfte, Fleischer, Obst- und Gemüsehändler, Bäckereien, Konditoreien und "Kuruyemisci" (Läden, in denen man Nüsse, Trockenfrüchte und andere Snacks kaufen kann) dürfen am Donnerstag und Freitag ihre Läden bis 23.00 Uhr offen halten, damit die Bürgerinnen und Bürger ihre Bayram-Einkäufe erledigen können. Auch am Samstag, den 23. Mai dürfen diese Geschäfte von 10.00 bis 17.00 Uhr öffnen. Einkäufe in dieser Zeit sind nur für das Nötigste erlaubt und das auch nur im nächsten Geschäft am Wohnplatz. Die Ausgangssperren für Kinder und Jugendliche unter 20 Jahren und für Bürgerinnen und Bürger über 65 Jahren ist davon nicht eingeschlossen, sie müssen komplett zuhause bleiben.

Es ist nicht erlaubt, mit dem Auto zu einem weiter entfernten Geschäft zu fahren. Ausnahmen gelten beispielsweise für Rollstuhlfahrer oder Gehbehinderte, die selbstverständlich auch das Auto nehmen dürfen.

Ab Sonntag ist alles zu

Am ersten Tag des Zuckerfestes, Sonntag den 24. Mai, sowie am Montag und Dienstag sind sämtliche Lebensmittelgeschäfte für die Kunden geschlossen. Ausnahmen gelten für Brotproduzierendes Gewerbe und Konditoreien, die in dieser Zeit die Bürgerinnen und Bürger per Lieferservice versorgen dürfen.

Restaurants dürfen liefern

Wie immer gibt es für die Ausgangssperre zahlreiche Ausnahmen. Unter anderem dürfen Restaurants mit Lieferservice ihre Kunden während der viertägigen Ausgangssperre beliefern.

Auch Unternehmen, die medizinisches Gerät produzieren, vertreiben oder ausliefern, dürfen geöffnet bleiben. Ebenso Apotheken, Tierärzte und Tierkliniken sowie viele Bereiche im öffentlichen Dienst. Ebenfalls ausgenommen von der Ausgangssperre sind Journalisten, Zeitungs- und TV-Mitarbeiter sowie Druckhäuser für Tageszeitungen.

(be)

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