Symbolbild: imago images/Le Pictorium

Vier Dschidistinnen mit Kindern aus der Türkei nach Frankreich ausgewiesen

9.12.2019 17:02 Uhr

Vier Dschihadistinnen mit ihren Kindern werden aus der Türkei in ihre Heimat Frankreich abgeschoben. In einem Tweet des Innenministeriums aus Ankara war am Montagmorgen die Rede von französischen "Terroristenkämpfern". Bereits im November hatte es aus dem Ministerium geheißen, die Menschen seien in Syrien gefasst worden.

Die Türkei hatte am 9. Oktober im syrisch-türkischen Grenzgebiet eine Offensive gegen die Kurdenmiliz YPG begonnen, die sie als Terrororganisation betrachtet. Während der Militäroffensive waren offiziellen Angaben zufolge 287 Anhänger der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) festgenommen worden, darunter Frauen und Kinder.

Türkei schickt 59 IS-Kämpfer in ihre Heimat zurück

Anfang Dezember hatte das Innenministerium gemeldet, dass die Türkei innerhalb von rund drei Wochen 59 Menschen mit mutmaßlichen Verbindungen zu Terrororganisationen in ihre Heimatländer zurückgeschickt habe. Unter ihnen seien 26 amerikanische und europäische Staatsbürger. Auch nach Deutschland wurden Menschen abgeschoben. Die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu berichtete am Montag von mittlerweile insgesamt 71 abgeschobenen ausländischen "Terroristenkämpfern". Demzufolge sollen unter ihnen 18 Deutsche gewesen sein.

Die Angaben aus der Türkei beziehen sich auch auf die Zahl der Kinder, die in Begleitung ihrer Familien abgeschoben werden. Ob die als "Terrorkämpfer" gewertet werden, müssen die Heimatländer entscheiden. Erst am vergangenen Dienstag war eine mutmaßliche Unterstützerin des IS mit vier Kindern aus der Türkei in Frankfurt angekommen.

(an/dpa)

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