dpa

Viele Fragen im Armbrust-Fall bestehen

15.5.2019 9:21 Uhr

Auch wenn die Obduktion einige Fragen beantwortet hat, vieles in dem Armbrust-Fall mit drei Toten in Passau und zwei Toten in Wittingen gibt Rätsel auf. Vor allem über das Motiv. Bei dem 53-Jährigen und den beiden 33 und 30 Jahre alten Frauen geht die Staatsanwaltschaft mittlerweile von einer Tötung auf Verlangen beziehungsweise einem Suizid aus.

Die Obduktionen der Leichen haben am Dienstag zumindest etwas Licht ins Dunkel gebracht. Die rechtsmedizinische Untersuchung der Toten aus Passau gab Hinweise auf die Tatumstände.

Geklärt ist die Identität der beiden am Montag in einer Wohnung in Wittingen gefundenen Frauen. Wie sie ums Leben kamen, blieb zunächst unklar. Bei einer der Frauen handelte es sich laut Polizei um die Lebensgefährtin der 30-Jährigen. Die zweite Tote ist eine 19-Jährige, die ebenfalls in der Wohnung lebte.

19-Jährige seit mehreren Jahren Vermisste?

Der Fernsehsender RTL berichtete am Dienstagabend unter Verweis auf Ermittler, dass es sich bei der 19-Jährigen um eine seit mehreren Jahren vermisste Jugendliche handeln dürfte. Deren Eltern berichteten im Interview, wie ihre Tochter den 53-Jährigen im Kampfsportclub kennenlernte und wenig später den Kontakt zur Familie abbrach.

Die Zeitung "Bild" zitierte am Abend einen Mann, der von seiner Begegnung mit dem 53-Jährigen berichtete. Demnach hatte er dem 53-Jährigen vorübergehend einen Pferdehof verpachtet. Die Frauen sollen sich dem 53-Jährigen gegenüber auffallend unterwürfig verhalten haben.

(be/dpa)

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