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Videokonferenz zwischen Merkel, Erdogan, Macron und Johnson beendet

17.3.2020 18:39 Uhr

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan und den Staats- und Regierungschefs Frankreichs und Großbritanniens per Video beraten. Das teilte das türkische Kommunikationsministerium am Dienstag auf Twitter mit, ohne Details über den Inhalt der Besprechung zu nennen.

Die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu berichtete, bei der Videokonferenz sei es unter anderem um Hilfe für Menschen in der syrischen Provinz Idlib und um das Thema Flüchtlinge gegangen. Zudem sei besprochen worden, wie man gemeinsam gegen die Verbreitung des Coronavirus kämpfen könne. Thema waren demnach zudem die europäisch-türkischen Beziehungen und die Lage in Libyen.

Auf türkischer Seite nahmen nach Angaben von Anadolu neben Erdogan unter anderem Außenminister Mevlüt Cavusoglu, Innenminister Süleyman Soylu und Verteidigungsminister Hulusi Akar teil.

Die Besprechung zwischen Merkel, Erdogan, dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron und dem britischen Premierminister Boris Johnson sollte eigentlich in Istanbul stattfinden, wurde aber wegen der Corona-Krise in eine Videokonferenz umgewandelt.

Erdogan hatte sich vergangene Woche bereits in Brüssel mit EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen und EU-Ratschef Charles Michel getroffen. Anlass war die Entscheidung des türkischen Präsidenten, Flüchtlinge und Migranten nicht mehr von der Einreise in die EU abzuhalten. Daraufhin waren Tausende Menschen an die Grenze zu Griechenland gekommen.

(be/dpa)

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