epa/Sergei Ilnitsky

Videokonferenz von Opec+-Ministern

5.4.2020 12:02 Uhr

Nach Angaben des Ölproduzenten Aserbaidschan wollen sich die Minister von Opec+ an diesem Montag treffen und über die Lage auf dem Energiemarkt beraten. Aserbaidschan erhielt nach einer am Freitag veröffentlichten Mitteilung des Energieministeriums in der Hauptstadt Baku die Einladung zu der Videokonferenz am 6. April.

Das Treffen sei ausgerichtet auf eine Stabilisierung auf dem Ölmarkt, wie die Agentur Interfax aus der Mitteilung zitierte. Angesichts des Preiscrashs auf dem Markt war ein solches Treffen erwartet worden. Vertreten sind in der Opec+ die Länder des Opec-Kartells sowie weitere große Förderländer wie Russland.

Trump tweetet Ölpreis in die Höhe

Die Ölpreise fielen am Freitag wieder vom zwischenzeitlichen Hoch am Vortag zurück. Nach einem Tweet des US-Präsidenten Donald Trump war am Donnerstagnachmittag die Notierung für Rohöl aus der Nordsee um etwa 25 Prozent und die für US-Rohöl um rund 20 Prozent nach oben geschossen. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juni stieg kurzzeitig bis auf 36,29 US-Dollar.

Trump hatte Förderkürzungen und damit eine Einigung im Preiskrieg zwischen Saudi-Arabien und Russland angedeutet. Nach einem Dementi der russischen Regierung und einer ausbleibenden Bestätigung aus Riad gaben die Preise schnell wieder nach. Allerdings blieb am Freitagmorgen ein Plus im Vergleich zu den durchschnittlichen Preisen der vergangenen Tage übrig.

Aus Sicht von Marktbeobachtern ist eine Vereinbarung zwischen Russland und Saudi-Arabien nicht einfach zu erreichen. "Ansonsten hätten sie es bereits im März getan", sagte Margaret Yang, Analystin von CMC Markets, dem Sender Bloomberg TV. Der Preissprung am Donnerstag dürfte nur eine technische Erholung sein. Für einen nachhaltigen Anstieg brauche es vielmehr eine fundamentale Änderung der Lage am Ölmarkt. Die Nachfrageschwäche im Zuge der Corona-Krise hält derweil an.

(an/dpa)

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