Hürriyet

Verteidigungsminister: Ausschluss vom F-35-Programm widerspricht Bündnis mit USA

12.6.2019 14:55 Uhr

Im Zwist um den geplanten Kauf des russischen S-400-Raketensystems von Russland äußerte sich der türkische Verteidigungsminister Hulusi Akar am Mittwoch in Aserbaidschan. Wie Akar am Mittwoch bekräftigte, widerspreche ein Ausschluss vom F-35-Program dem "Geist des Bündnisses" zwischen der Türkei und den USA.

Die Türkei hält bislang an dem mit Russland vereinbarten Kauf des Raketenabwehrsystems S-400 fest. Die USA sehen dies als Bedrohung. Washington argumentiert, dass Russland über die in der Türkei installierten Raketen an Daten über die Fähigkeiten der neuen F-35-Tarnkappenflugzeuge gelangen könnte.

In einem am vergangenen Freitag veröffentlichten Schreiben hatte der geschäftsführende US-Verteidigungsministers Patrick Shanahan seinen türkischen Kollegen Akar über die geplanten Maßnahmen informiert, um die türkische Teilnahme an dem Programm ab Ende Juli auszusetzen.

Zusammenkunft Ende Juni

Zwar drücke der Brief die Erwartung aus, eine Lösung zu finden, sagte Akar am Mittwoch. Aber: "Wir haben vom ersten Moment an gesehen, dass der Ton nicht dem Geist des Bündnisses entspricht." Die Türkei werde in den kommenden Tagen eine Antwort vorbereiten.

Er werde mit Shanahan bei einem Treffen der Nato-Verteidigungsminister Ende Juni in Brüssel zusammenkommen, sagte Akar. Zudem würden die beiden am Donnerstag miteinander telefonieren.

(be/dpa)

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