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Verteidigungsminister Akar: Griechenland verletzt internationales Recht

14.9.2020 18:34 Uhr, von Andreas Neubrand

Griechenlands Verstoß gegen internationale Verträge durch die Bewaffnung von 18 ägäischen Inseln dient nur dazu, die Spannungen zu verschärfen und den Dialog zu sabotieren, sagte der türkische Verteidigungsminister Hulusi Akar am Montag, wie Hürriyet Daily News berichtet.

Griechenland solle sein "provokantes Verhalten" ablegen und aufhören, die Spannungen in der Region zu erhöhen, sagte Hulusi Akar in einem Interview in der Kurstadt Antalya.

Türkei immer für Dialog

Dabei betonte er die Bedeutung von Diplomatie bei der Beilegung der Streitigkeiten. Die Türkei stehe immer auf der Seite des Dialogs.

"Mit solchen Provokationen ist niemanden geholfen, insbesondere Griechenland nicht", fügte er hinzu. Dabei kritisierte er vor allem den Besuch des griechischen Präsidenten auf der Insel Kastellorizo anlässlich der griechischen Unabhängigkeitsfeier und erklärte: "Als ob es keine andere Insel mehr gäbe, auf der er hätte feiern können."

Kritik an Emmanuel Macron

Griechenland beanspruche dabei Inseln, die nur zwei Kilometer vor der türkischen Küste liegen. Außerdem würde die Insel Kastellorizo militarisiert, obwohl dies durch internationale Verträge verboten sei.

Akar kritisierte in diesem Zusammenhang auch die Haltung des französischen Präsidenten Emmanuel Macron und warnt die Griechen auf diese Art der "Rettung" hereinzufallen.

Er erklärte, dass die Türkei ihre Rechte nicht aufgeben werde und das Bohrungsschiff Oruc Reis weiterhin im Mittelmeer planmäßig forschen werde. Die Türkei befürworte eine politische Lösung des Problems, gerne im Rahmen der Nato.

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