Türkei: Versunkener russischer Frachter im Vansee erstmals auf Kamera gebannt

Erstmals machten Taucher Aufnahmen eines 1958 im Vansee gesunkenen russischen Frachters. Dabei entstanden atemberaubende Aufnahmen

5.8.2020 17:04 Uhr

Ein Frachter, der vor drei Jahren im Vansee entdeckt wurde, wurde erstmals von einem Taucherteam von Innen betrachtet. Die Aufnahmen des Wracks verbreiteten sich schnell in den sozialen Medien und sorgten für große Aufregung.

Das versunkene Schiff wurde 1914 von den Russen nach der Besetzung von Van gebaut. Es wurde für den Transport von Munition auf dem See verwendet, doch nach einem Unfall sank das Schiff im Jahr 1958, als es nach dem Rückzug der Russen aus der Stadt für kommerzielle Zwecke eingesetzt wurde. Es ist ungefähr 40 Meter lang und sechs Meter breit.

Erster Tauchgang zum Frachter

Der Tauchlehrer und -guide Serkan Ök unternahm zusammen mit einem Team von sechs Personen den ersten Tauchgang zum Frachter, um sich das Innere des Schiffes genauer anzusehen. Dort wurden viele Gegenstände aus der Zeit entdeckt, in der das Wrack gesunken war. Ök spricht hier von einem Moment der „Gänsehaut“.

Die gesamte Holzausrüstung des Frachters, einschließlich der Kapitänsloge mit der Aufschrift "Akdamar" sei trotz vieler Jahre noch bewahrt geblieben.

Das Schicksal der beiden anderen von den Russen gebauten Frachter im Vansee sei derzeit noch unbekannt. Ök erklärte, dass der Vansee aufgrund seines hohen Alters von 600.000 Jahren unglaubliche Geheimnisse enthalten würde. Manch einer munkelt sogar, dass im Vansee ein Seeungeheuer leben solle - allerdings wurde es, genau wie Nessie in Schottland, noch nie wirklich gesehen.

(gi)