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Verspätetes Album von Kanye West erschienen

26.10.2019 22:05 Uhr

Sein neuntes Album widmet sich größtenteils der Religion - und kommt rund einen Monat zu spät. Seine Fans sind gespalten. "Jesus is King" erschien zunächst im Internet zum Streamen und Kaufen. Das Album besteht aus elf Songs und war für Ende September angekündigt gewesen, wurde dann aber immer wieder verschoben.

Schließlich sollte es in der Nacht zum Freitag erscheinen, dann wurden Fans von West per Twitter aber erneut vertröstet: "Danke, dass ihr loyal und geduldig seid." Aber man arbeite derzeit noch bei drei Songs an der Abmischung. "Wir werden nicht schlafen gehen, bevor das Album draußen ist." Einige Stunden später erfolgte dann doch noch die Veröffentlichung.

Bei den elf Songs mit Titeln wie "Follow God", "Closed on Sunday" oder "Jesus is Lord" wird West unterstützt von Kollegen wie Clipse, Ty Dolla $ign, Fred Hammond, Ant Clemons und Kenny G, Produzenten waren unter anderem Timbaland und Mike Dean. Die Lieder haben einen deutlichen Gospeleinschlag, auch ein Chor ist zu hören, dazwischen Wests gewohnter Sprechgesang. Der Ehemann von TV-Sternchen Kim Kardashian hatte seit einiger Zeit an verschiedenen Orten Sonntags-Gottesdienste veranstaltet - eine Mischung aus Konzert und Predigt.

"Nicht überzeugt"

Die ersten Reaktionen waren allerdings gemischt. Zahlreiche Fans zeigten sich auf Twitter beglückt von der Veröffentlichung des Albums. "Amen", schrieb einer. Anderen sahen den ausgeprägten Fokus auf Religion des Albums eher kritisch. "War es das Warten wert?", schrieb eine Kritikerin des "Independent" in einer ersten Rezension. "Ich bin nicht überzeugt."

"Jesus is King" ist das neunte Studio-Album von West, zuletzt hatte er vor rund anderthalb Jahren "Ye" veröffentlicht. Der 1977 in Chicago geborene Rapper, der mit Ehefrau Kim Kardashian vier Kinder hat, hat bereits zahlreiche Auszeichnungen bekommen und gilt als einer der erfolgreichsten und einflussreichsten Rapper seiner Generation. Immer wieder sorgt er mit seinen Äußerungen und Auftritten aber auch für Irritationen, beispielsweise als er sich zuletzt lange als Fan von US-Präsident Donald Trump ausgab und das danach als Witz bezeichnete.

(be/dpa)

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