Polizei Berlin

Verschwundene Rebecca: Ermittlungen dauern an

1.3.2019 11:54 Uhr

Nachdem ein Verdächtiger festgenommen wurde, dauern die Ermittlungen im Fall der verschwundenen Rebecca aus Berlin-Neukölln an. Mittlerweile habe sich der Verdacht einer Straftat erhärtet.

Das gelte auch für die Vernehmung des Tatverdächtigen, sagte eine Polizeisprecherin am Freitag. Die Polizei in Berlin könne Verdächtige nach einer Festnahme bis zum Ende des Folgetages festhalten, in diesem Fall also bis Freitagabend, hieß es. Sehen die Ermittler einen dringenden Tatverdacht, müsste ein Haftrichter entscheiden, ob die Person in Untersuchungshaft kommt.

Wer festgenommen wurde, sagten die Behörden bislang nicht. Unbestätigten Medienberichten zufolge soll es sich dabei um den Schwager der 15-Jährigen handeln. Der Verdacht einer Straftat habe sich erhärtet, hieß es am Donnerstag.

Keine Details zur Tat

Bei Vernehmungen prüfen Beamte normalerweise, ob ein Verdächtiger widersprüchliche Angaben macht oder sich zu Sachverhalten äußert, die nur der Täter wissen kann. Deshalb legt die Polizei generell zum Beispiel bei Tötungsdelikten auch Wert darauf, dass zunächst keine Details der Tat über die Medien bekannt werden.

Ob es eine Spur zu der 15-Jährigen gibt, ist unklar. Die Vermisstenmeldung der Polizei war am Freitagvormittag weiter mit Fotos online zu sehen.

Rebecca verschwand am 18. Februar. Sie hatte bei ihrer Schwester übernachtet, erschien am nächsten Tag aber nicht in der Schule. Die Mordkommission übernahm einige Tage später die Ermittlungen.

(be/dpa)