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Vermeintlicher Anwalt soll Flüchtlinge betrogen haben

30.1.2020 14:31 Uhr

Ein 55-jähriger Mann ist in Hildesheim angeklagt, sich als Anwalt ausgegeben und mindestens 25 Flüchtlinge mit der Aussicht auf Hilfe bei Asylverfahren betrogen zu haben.

Der 55-Jährige soll sich zwischen Juni 2015 und September 2018 als Anwalt ausgegeben oder wahrheitswidrig behauptet haben, den Betrogenen einen Rechtsanwalt vermitteln zu können, wie die Behörde am Donnerstag in der niedersächsischen Stadt mitteilte.Dabei stellte er demnach Hilfe bei Asylverfahren oder in Passangelegenheiten in Aussicht. Insgesamt soll der Mann auf diese Weise 16.800 Euro ergaunert und einige der Geschädigten auch bedroht haben. Die Staatsanwaltschaft legt dem 55-Jährigen unter anderem gewerbsmäßigen Betrug in 25 Fällen, Amtsanmaßung, Bedrohung und Urkundenfälschung zur Last. Der Verdächtige reiste den Angaben zufolge zu Jahresbeginn 2019 aus Deutschland aus, wurde in der Folgezeit jedoch von der Türkei abgeschoben und bei seiner Einreise nach Deutschland im vergangenen November festgenommen.

(be/afp)

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