dpa

Verletzter Polizist nach Weizsäcker-Angriff erneut operiert

21.11.2019 22:42 Uhr

Als ein Mann den Arzt Fritz von Weizsäcker bei einem Vortrag angreift, versucht ein privat anwesender Polizist, ihn zu stoppen. Dabei wird er schwer verletzt. Nach Polizeiangaben musste der 33-Jährige nachoperiert werden, so ein Polizeisprecher am Donnerstag. Es gehe im "den Umständen entsprechend" und er befinde sich nicht in Lebensgefahr.

Der Polizist war privat beim Vortrag von Weizsäckers in der Schlosspark-Klinik gewesen und hatte den Angreifer überwältigt.

Der Angreifer verletzte den Mediziner und Sohn des früheren Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker mit einem Messer am Hals tödlich. Der Polizist kam in ein Krankenhaus und wurde operiert. Sein Eingreifen verdiene "allergrößten Respekt", betonte die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Berlin. Man hoffe, dass sowohl seine schweren körperlichen als auch die seelischen Wunden "schnellstmöglich und vor allem vollständig verheilen".

Unterbringungsbefehl für Täter

Der Angreifer, ein 57-Jähriger aus Rheinland-Pfalz, wurde unmittelbar nach der Tat festgenommen. Wegen einer akuten psychischen Erkrankung erließ ein Richter am Mittwoch einen sogenannten Unterbringungsbefehl - der Mann wurde in eine Psychiatrie gebracht. Wo das sei, sagte die Staatsanwaltschaft nicht. Das Motiv des Angreifers liege in einer "wohl wahnbedingten allgemeinen Abneigung des Beschuldigten gegen die Familie des Getöteten", hieß es von den Ermittlern.

(be/dpa)

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