epa/Lisi Niesner

Verlängerung der Kürzung der Ölförderung wahrscheinlicher

1.7.2019 11:50 Uhr

Die Anzeichen mehreren sich, dass das Ölkartell Opec die bestehende Förderkürzung verlängern will. Noch vor Beginn der Konferenz machte die nigerianische Delegationschefin Folasade Yemi-Esan deutlich, dass ihr Land eine solche Beschränkung auch für die nächsten neun Monate befürwortet.

"Wir glauben, dass eine Verlängerung der Limits um neun Monate einer um sechs Monate zu bevorzugen ist, denn das bietet größere Sicherheit und reduziert dabei die Volatilität des Marktes", sagte Yemi-Esan.

Auch Saudi-Arabien für Produktionsbegrenzung

Auch die ölreichen Staaten Russland und Saudi-Arabien setzen sich dafür ein, die Produktionsbegrenzung der Opec und anderer Staaten zu verlängern, die gemeinsam die Opec+ bilden. Der russische Präsident Wladimir Putin sagte am Samstag nach dem G20-Gipfel im japanischen Osaka, dass er dies bei Gesprächen mit dem saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman vereinbart habe.

Im Dezember hatten sich die Opec+-Staaten nach langen Verhandlungen darauf verständigt, 1,2 Millionen Barrel (159 Liter) Öl pro Tag weniger als im Oktober 2018 aus dem Boden zu pumpen. Dabei entfallen 800 000 Barrel auf die Opec-Staaten, die restlichen 400 000 Barrel auf die zehn anderen kooperierenden Länder, darunter Russland. Die Kürzung wurde in den vergangenen Monaten nach Angaben der Internationalen Energieagentur in Paris in einigen Monaten sogar übererfüllt. Am Montag wollten nun zunächst die Opec-Staaten, am Dienstag dann die Opec+-Runde über eine Verlängerung beraten.

Die Ölpreise vollführten zuletzt eine Achterbahnfahrt. Am Montag legten sie zunächst deutlich zu. Am Morgen kostete ein Barrel der Nordseesorte Brent 66,46 US-Dollar. Das waren 1,66 Dollar mehr als am Freitag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) legte um 1,49 Dollar auf 59,96 Dollar zu.

(an/dpa)

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