imago images / MiS

Vergewaltigung in Fan-Zug - 31-Jähriger vor Gericht

10.5.2019 16:14 Uhr

Auf der Rückfahrt von einem Spiel zwischen dem FC Bayern München und Borussia Mönchengladbach soll eine junge Frau in der Toilette eines Fan-Zuges vergewaltigt worden sein. Dafür steht ein schon früher rechtskräftig verurteilter Vergewaltiger jetzt in Mönchengladbach vor Gericht.

Die junge Frau lernte den 31 Jahre alten Angeklagten laut Staatsanwaltschaft vor gut einem Jahr auf der Rückfahrt des Spiels FC Bayern München gegen Borussia Mönchengladbach kennen. Beide hatten laut Anklage Alkohol getrunken. Die beiden sollen sich zunächst einvernehmlich geküsst und sich dann auf die Zugtoilette zurückgezogen haben. Dort kam es laut Anklage zu der Vergewaltigung. Noch im Zug rief die Frau nach früheren Angaben ihre Eltern an, die die Polizei alarmierten.

Der mutmaßliche Täter konnte identifiziert werden, weil ein Zug-Ordner ein Foto von dem Mann gemacht hatte. Das Opfer erkannte den Angeklagten auf einem Foto später allerdings nicht wieder.

Nicht das erste Mal vor Gericht

In dem Verfahren vor dem Amtsgericht Mönchengladbach ist das damals 19 Jahre alte Opfer Nebenklägerin. Der zweite und letzte Verhandlungstag ist für den 24. Mai terminiert. Der Angeklagte hatte sich kurz nach der mutmaßlichen Vergewaltigung im April 2018 in einer Haftanstalt in Nordrhein-Westfalen gemeldet, um eine Strafe wegen Körperverletzung anzutreten. Mittlerweile verbüßt er nach Angaben seines Anwalts die Strafe, die unter anderem wegen der früheren Vergewaltigung verhängt wurde.

Der Beschuldigte machte nach Angaben seines Verteidigers bisher keine Angaben zum Tatvorwurf. Ob er sich in dem Prozess äußern wird, ließ Anwalt Ingo Herbort offen.

(ad/dpa)