epa/Erik S. Lesser

Vergeltung gegen den Iran unnötig

8.1.2020 20:14 Uhr

Lindsey Graham, der einflussreiche US-Senator und Verbündete von Präsident Donald Trump, hat sich nach den iranischen Raketenangriffen gegen einen direkten Vergeltungsschlag der USA ausgesprochen. "Meines Erachtens ist Vergeltung um der Vergeltung willen zu diesem Zeitpunkt nicht notwendig", erklärte Graham am Mittwoch auf Twitter.

"Es ist notwendig, unsere strategischen Ziele in Bezug auf den Iran auf einfache und entschiedene Weise darzulegen."

Iran sei größter Förderer des Terrorismus auf der Welt

Der Iran hatte auf die Tötung seines Top-Generals Ghassem Soleimani durch das US-Militär mit Raketenangriffen auf zwei von US-Soldaten genutzte Militärstützpunkte im Irak reagiert. Im Anschluss hatte Graham von einem "kriegerischen Akt" des Irans gesprochen. Trump wollte sich noch am Mittwoch zu dem Gegenschlag Teherans äußern.

Der Iran müsse aufhören, der "größte Förderer des Terrorismus auf der Welt" zu sein, und sein Raketenprogramm ändern, erklärte Graham. Zudem müsse ein Atomabkommen ausgehandelt werden, das den Iran mit Atomkraft versorge, aber den Weg zu einer Atombombe verbaue. Der beste Weg, diese Ziele zu erreichen, ist aus Grahams Sicht die "Kampagne des maximalen Drucks mit einer glaubwürdigen militärischen Komponente".

Trump hatte 2018 das mühsam ausgehandelte internationale Atomabkommen mit dem Iran einseitig aufgekündigt, weil es aus seiner Sicht nicht weit genug geht. Die Amerikaner wollen Teheran seitdem mit einer "Kampagne maximalen Drucks" in die Knie zwingen und haben massive Wirtschaftssanktionen gegen das Land verhängt.

(an/dpa)

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