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Verfolger spielen für Kölner Aufstieg

5.5.2019 16:22 Uhr

Aufstieg von der Couch aus - das hätte sich der 1. FC Köln wohl auch nicht träumen lassen. Die Geißböcke konnten am Wochenende zuschauen, wie die Verfolger sich gegenseitig oder selbst zerlegten und dafür sorgten, dass der Effzeh quasi aufgestiegen ist. Vom SC Paderborn auf dem zweiten Platz, bis zu Jahn Regensburg auf dem achten Rang haben alle Teams verloren und für die Domstädter gespielt. Ob da die eine oder andere Kiste "Früh Kölsch" auf die Reise gehen wird?

Somit blieb auch das erneute Debakel des Hamburger SV gegen den FC Ingolstadt (0:3) ohne größere Folgen: Der HSV bleibt mit 53 Punkten Vierter und hat vor dem Spiel beim SC Paderborn (54) mindestens die Relegation noch in der eigenen Hand.

Jobgarantie beim HSV für Wolf

Hannes Wolf behält nach Beratungen von Vorstandschef Bernd Hoffmann und Sportvorstand Ralf Becker mit dem Trainer überraschend seinen Job. "Nach so einem Spiel und so einem Ergebnis ist es klar, dass wir uns besprechen mussten. Aber wir waren uns relativ schnell einig", sagte Becker: "Wenn man gemeinsam von etwas überzeugt ist, muss man das auch mal aushalten und dazu stehen, sonst stürzen wir ins Chaos."

Die Paderborner hatten schon am Freitag eine bittere 0:2-Niederlage im Ostwestfalen-Derby bei Arminia Bielefeld kassiert. Da nach dem HSV auch Union Berlin (53) am Sonntag mit 1:2 bei Darmstadt 98 verlor, bleibt der SCP aber Zweiter. Die Ausrutscher des Trios nutzten der 1. FC Heidenheim (49/2:3 gegen den SV Sandhausen), der FC St. Pauli (48/1:2 bei Dynamo Dresden), Holstein Kiel (46/0:2 gegen den MSV Duisburg) und Jahn Regensburg (45/1:3 gegen Erzgebirge Aue) aber nicht zur Rückkehr ins Aufstiegs-Rennen.

Köln reicht ein Remis am Montag

Tabellenführer Köln kann dagegen schon mit einem Unentschieden im Montagsspiel (20.30 Uhr/Sky) bei der SpVgg Greuther Fürth den sechsten Bundesliga-Aufstieg perfekt machen. Auch im Falle einer Niederlage beim Debüt von Interimstrainer André Pawlak wäre ein Scheitern bei sechs Punkten Vorsprung und einer um bis zu 15 Treffer besseren Tordifferenz nur theoretisch möglich.

Im Tabellenkeller konnte Duisburg (28) durch den Sieg in Kiel die Entscheidung über den vierten Absturz in die Drittklassigkeit zumindest verschieben. Großer Verlierer im Abstiegskampf war der 1. FC Magdeburg (30), der durch das 2:4 beim VfL Bochum vom Relegationsplatz auf einen direkten Abstiegsrang abrutschte.

Im Gegenzug eroberte der FC Ingolstadt (32) durch den Sieg im Hamburg Rang 16. Tomas Oral, der schon fünfte FCI-Trainer in dieser Saison, hat von 15 möglichen Punkten nun 13 geholt. "Als ich gekommen bin, haben wir ganz klar gesagt, dass wir eigentlich keine Chance haben", sagte der Trainer: "Dass wir so eine Serie spielen, ist nicht üblich. Da gehört auch Glück dazu."

Bochum und Aue sind gerettet

Eine ähnlich beeindruckende Serie legten die fast schon geretteten Sandhäuser (37) mit sechs Siegen aus acht Spielen ohne Niederlage hin. "Die Mannschaft hat eine Monster-Mentalität", erklärte Präsident Jürgen Machmeier und dachte an den 2. März zurück, als sein Team Tabellenletzter war: "Damals hätte keiner mehr einen Cent auf uns gesetzt."

Bochum (42) und Aue (39) nach ihren Siegen sowie Dresden (39) trotz der Niederlage sind seit diesem Wochenende endgültig gerettet. Fürth (38) benötigt gegen Köln noch einen Punkt, um rechnerisch alle Zweifel zu beseitigen.

(ce/dpa)

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