dpa

Verdächtiger nach Serie rechtsextremer Drohmails ermittelt

5.4.2019 13:44 Uhr

Die Polizei hat nach einer Serie von Drohbriefen mit rechtsextremen Inhalten einen Verdächtigen aus Schleswig-Holstein ermittelt. Das teilten Polizei und Staatsanwaltschaft in Berlin mit.

Der Mann stehe unter dem Verdacht, Verfasser zahlreicher Mails unter anderem mit Bombendrohungen an Gerichte und andere Einrichtungen zu sein, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft in Berlin am Freitag mit.

Beweismittel sichergestellt

Kriminalpolizisten aus Berlin und Schleswig-Holstein durchsuchten am Donnerstagnachmittag eine Wohnung in Schleswig-Holstein und stellten Beweismittel sicher, wie mitgeteilt wurde. Es gehe unter anderem um die Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten.

Die Mails seien zum Teil mit "Nationalsozialistische Offensive" unterzeichnet gewesen. Sie gingen demnach an Behörden in Hamburg, Schleswig-Holstein, Baden-Württemberg und Brandenburg.

Jetzt sollen die beschlagnahmten Beweismittel ausgewertet werden, um den Verdacht gegen den Mann zu erhärten. Gleichzeitig werde ermittelt, ob er auch Verfasser von weiteren der insgesamt 200 Drohschreiben sei, die Gegenstand der Ermittlungen sind.

Seit Sommer 2018 Drohmails verschickt

Seit dem vergangenen Sommer wurden Drohmails verschickt. Im März wurden etwa der Hauptbahnhof Lübeck und das Finanzamt Gelsenkirchen vorsorglich geräumt. Die Hamburger Polizei sperrte kurzzeitig mehrere Straßen. Zuvor hatte es auch in Frankfurt Bombendrohungen gegen das Oberlandesgericht und die Staatsanwaltschaft gegeben. Ob alle Drohungen der vergangenen Monate mit dem aktuellen Ermittlungskomplex zusammenhängen, war zunächst unklar.

(gi/dpa)

0 Kommentare

Bitte geben Sie den Aktivierungscode ein, der an Ihre E-Mail-Adresse gesendet wurde.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.