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Verbraucherschützer in der Türkei gegen Kreditkartengebühren

26.5.2019 15:53 Uhr, von Chris Ehrhardt

Vertreter der türkischen Verbraucherorganisationen haben moniert, dass der Gesamtbetrag der jährlichen Kreditkartengebühren mehr als sechs Milliarden türkische Lira (860 Millionen Euro) ausmachen würden. Sie fordern, diese Kosten zu regulieren, da sie eine Belastung für die Verbraucher bedeuten, wie der Vorsitzende des Verbraucherverbandes von Sitiki Yilmaz erklärte.

Laut Yilmaz gibt es in der Türkei 67 Millionen Kreditkarten im Umlauf. Die jährlichen Gebühren für diese Karten schwanken zwischen 100 und 500 Lira (zwischen 15 und 70 Euro). "Die Banken und die Unternehmen sind alle hier Gewinner und die Verbraucher sind die Verlierer", sagte er und fügte hinzu, dass der Verein generell gegen die Jahresgebühren für Kreditkarten sei. "Die jährlichen Gebühren für alle Karten belaufen sich auf bis zu 6 Milliarden Lira, was eine sehr bedeutende Summe ist", sagte er.

"Die Verbraucher rufen uns an und fragen verzweifelt, was sie dagegen tun können. Die jährlichen Kreditkartegebühren, obwohl gesetzlich abgesegnet, sind ungerecht. Wir erwarten neue Regelungen zu diesem Thema. Die regelmäßigen und überfällige Zinsen für Kreditkartenausgaben sind bereits hoch und diese Zahlungen sollten ausreichen, um alle Ausgaben der Banken zu decken. Darum ist eine zusätzliche jährliche Gebühr nicht akzeptabel."

Zankapfel Kredikartengebühren in der Türkei

Aydin Agaoglu, Ehrenvorsitzender des Verbraucherschutzzentrums, erinnerte daran, dass das neue Verbrauchergesetz die Banken dazu zwingt, ihren Kunden Kreditkarten ohne Jahresgebühren anzubieten. "Die Verantwortung hier wurde den Banken übertragen", sagte er. "Sie müssen den Verbrauchern kostenlose Kreditkarten anbieten. Millionen von Verbrauchern, die dies nicht wissen, zahlen entweder jährliche Gebühren oder verbringen Stunden mit Bankangestellten, um die Gebühren annullieren zu lassen. Alle jährlichen Gebühren, die von den Banken verlangt werden, ohne eine kostenlose Kreditkarte anzubieten, sind illegal."

Die Banken hingegen berufen sich auf eine Verordnung der Bankenregulierungs- und Aufsichtsbehörde (BDDK) als Rechtsgrundlage für ihre Forderungen, doch die Gesetze seien wichtiger als die Vorschriften, sagte Agaoglu. "Die Verbraucher sollten offiziell schriftlich Kreditkarten ohne jährliche Gebühren von ihren Banken verlangen", fügte er hinzu. "Wenn die Banken die Anträge offiziell ablehnen, haben die Verbraucher das Recht, sich zu beschweren, was zu hohen Geldstrafen für die Banken führen könnte."

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