dpa

Verbotene Millionentransfers: Durchsuchungen in 60 Wohnungen und Firmen

19.11.2019 9:25 Uhr

Das Landeskriminalamt (LKA) Nordrhein-Westfalen und die Staatsanwaltschaft Düsseldorf haben im Rahmen eines Großeinsatzes am Dienstagmorgen rund 60 Wohnungen und Firmen durchsucht, um gegen eine «international agierende kriminelle Vereinigung» vorzugehen.

Die 27 Beschuldigten im Alter zwischen 23 und 61 Jahren sollen im großen Stil Bargeld aus Deutschland ins Ausland transferiert haben, wie das LKA Nordrhein-Westfalen mitteilte. Demnach würden zurzeit etwa 60 Wohnungen und Firmen in Nordrhein-Westfalen, Hessen, Hamburg, Berlin und Baden-Württemberg durchsucht. Zudem würden sechs Haftbefehle vollstreckt. Zuerst hatten die «Süddeutsche Zeitung», der WDR und der NDR berichtet.

"Hawala"-Banksystem

Die Verdächtigen sollen für ihre Transaktionen das sogenannte Hawala-Banksystem verwendet haben. Dabei wird Bargeld an einer Annahmestelle in Deutschland eingezahlt und in einem anderen Land wieder ausgezahlt. «Auf diesem Wege wurde mutmaßlich illegal erworbenes Vermögen in Höhe von mehreren Millionen Euro am legalen Bankensystem vorbei in andere Staaten transferiert», teilte das LKA mit.

(be/dpa)

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