afp

Verbandspräsident von Afghanistan lebenslänglich durch FIFA gesperrt

8.6.2019 17:03 Uhr

Was den Vorwurf des sexuellen Missanbrauchs angeht, ist die FIFA nicht zu Kompromissen bereit. Afghanistans Verbandspräsident steht unter dem Verdacht des sexuellen Missbrauchs und die Vorwürfe sind laut Fußball-Weltverband so erdrückend und stichhaltig, dass Präsident Keramuudin Karim lebenslang gesperrt wurde.

Der afghanische Fußball-Verbandspräsident Keramuudin Karim ist vom Weltverband FIFA lebenslang gesperrt worden. Die Ethikkommission des Weltverbandes sah es als erwiesen an, dass Karim seine Position ausgenutzt habe, um mehrere Nationalspielerinnen sexuell zu missbrauchen. Die Vorfälle sollen sich zwischen 2013 und 2018 ereignet haben. Zudem wurde gegen Karim eine Geldstrafe in Höhe von einer Million Schweizer Franken (rund 900.000 Millionen Euro) verhängt.

Sexueller Missbrauch hatte möglicherweise System in Afghanistan

Karim, der Mitte Dezember provisorisch gesperrt wurde, sowie weitere Offizielle des Verbandes AFF wurden von mehreren Spielerinnen beschuldigt, sie sexuell missbraucht und körperlich misshandelt zu haben. Die afghanische Regierung hat ebenfalls Ermittlungen aufgenommen.

Hauptsponsor Hummel hatte bereits nach Bekanntwerden der Anschuldigungen Konsequenzen gezogen und die Zusammenarbeit mit dem Verband beendet. Im vergangenen November hatte die englische Tageszeitung The Guardian von den Vorwürfen berichtet.

(ce/afp)

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