epa/Michael Klimentyev

Venezuelas Präsident Maduro trifft Wladimir Putin

24.9.2019 18:32 Uhr

In Moskau trifft der venezolanische Präsident Nicolas Maduro sich mit Wladimir Putin. Dies geschieht angesichts der immer schärfer werdenden Sanktionen gegen den Krisenstaat. Er sei in der "russischen Heimat" gelandet, um die historischen und außerordentlich guten Beziehungen zwischen den Völkern beider Länder zu festigen, teilte Maduro nach seiner Landung in Moskau am Dienstag mit.

Die Brüderschaft beider Länder sei die Grundlage einer blühenden Zukunft Venezuelas, schrieb er auf Twitter. Das einst reiche Land steckt in einer schweren Krise. Korruption und Misswirtschaft haben zum Zusammenbruch der Wirtschaft geführt. Über vier Millionen Menschen haben Venezuela verlassen. Menschenrechtler werfen der Polizei willkürliche Tötungen vor.

Unser Freund Wladimir Putin

Bei dem Treffen in Moskau gehe es auch um die Einmischung anderer Länder - gemeint sind vor allem die USA - in die inneren Angelegenheiten des lateinamerikanischen Staates, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow der Agentur Interfax zufolge. Maduro hatte vor Reiseantritt in einer Fernsehansprache gesagt, dass er die Beziehungen zum Verbündeten Russland stärken wolle. "Ich treffe mich mit unserem Freund Wladimir Putin und einer Gruppe von Unternehmern. Wir werden die Dynamik unserer Beziehungen überprüfen und nach neuen Wegen suchen, um unsere Kooperation zu intensivieren."

Seit Monaten liefert sich Maduro einen Machtkampf mit dem selbst ernannten Interimspräsidenten Juan Guaidó. Viele Staaten, darunter auch Deutschland, haben Guaidó als Staatschef anerkannt und fordern Maduros Rücktritt. Der sozialistische Staatschef wird jedoch weiter vom Militär sowie von Russland, China, dem Iran, der Türkei, Kuba, Bolivien und Nicaragua gestützt.

Die USA und die EU haben harte Sanktionen gegen Maduro und sein Umfeld verhängt. Russland hingegen macht weiter Geschäfte mit dem ölreichen Land. Moskau leistet Caracas auch humanitäre Hilfe. Moskau ist auch an einem Verbleib Maduros im Amt interessiert, weil es um die Rückzahlung von Milliardenkrediten für Venezuela fürchtet.

(an/dpa)

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