dpa

Venezuela: Zusammenstösse zwischen Opposition und Polizei

23.1.2019 21:32 Uhr

Nachdem Juan Guaidó sich zum neuen amtierenden Präsidenten Venezuelas ausgerufen hat, kam es zu Zusammenstössen zwischen Opposition und Sicherheitskräften in Caracas.

Sicherheitskräfte setzten nach Angaben von AFP-Journalisten Tränengas und Gummigeschosse gegen Anhänger des venezolanischen Parlamentspräsidenten Juan Guaidó ein, der sich zuvor zum Interimsstaatschef erklärt hatte. Am Vormittag hatten Anhänger Guaidós und des umstrittenen sozialistischen Präsidenten Nicolás Maduro in Caracas demonstriert.

Zehntausende auf den Straßen

Den Zusammenstößen war eine Straßenblockade durch dutzende Oppositionsanhänger in einem Vorort von Caracas vorausgegangen. Einheiten der Nationalgarde versuchten, die Straße zu räumen, woraufhin es zu den Ausschreitungen kam.

An den Kundgebungen in Caracas am Vormittag hatten sich zehntausende Menschen auf beiden Seiten beteiligt. Zuvor waren bei nächtlichen Protesten vier Menschen ums Leben gekommen, darunter ein 16 Jahre alter Junge.

In den vergangenen Tagen hatte sich das politische Klima in Venezuela weiter aufgeheizt. Nach einem gescheiterten Aufstand von 27 Soldaten in einer Kaserne im Norden der Hauptstadt war es in Caracas zu Zusammenstößen zwischen Regierungsgegnern und der Polizei gekommen. Die venezolanische Opposition erkennt die zweite Amtszeit des sozialistischen Staatschefs seit dem 10. Januar nicht an.

Venezuela bricht diplomatische Beziehungen zu den USA ab

Währenddessen hat Venezuela die diplomatischen Beziehungen zu den USA abgebrochen. Das diplomatische Personal müsse innerhalb von 72 Stunden das Land verlassen, sagte Präsident Nicolás Maduro am Mittwoch. Die USA hatten zuvor Parlamentspräsident Juan Guaidó als Übergangspräsidenten anerkannt.

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(be/afp)

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