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Venezuela will 20 Tonnen Gold verkaufen

1.2.2019 20:44 Uhr

Die Regierung in Venezuela ist pleite. Nun will man durch den Verkauf von Gold sich dringend benötigtes Kapital beschaffen, so die Nachrichtenagentur Bloomberg. Wie die Agentur am Freitag berichtete, sollen am späten Donnerstagabend 20 Tonnen Gold die Bestände der venezolanischen Zentralbank verlassen haben.

Die Agentur berief sich auf eine namentlich nicht genannte Quelle. Auch ihre Funktion wurde nicht näher beschrieben. In weiteren Medienberichten wurde spekuliert, dass das Gold zum Verkauf in die Vereinigten Arabischen Emirate gebracht werden soll.

In Venezuela hat sich der Machtkampf zwischen Präsident Nicolás Maduro und dem Gegenpräsident Juan Guaidó zuletzt immer weiter zugespitzt. Guaidó versucht, die Regierung von Maduro zu stürzen, ihm fehlt aber die entscheidende Unterstützung des Militärs.

Gewalt ist Alltag in Venezuela

In dem ölreichen Land herrscht eine schwere Wirtschaftskrise und die Menschen leiden unter Nahrungsmittelengpässen. Gewalt und der Protest gegen den sozialistischen Präsidenten gehören zum Alltag.

Am Donnerstag hatte sich Marco Rubio, US-Senator aus Florida, zu den Spekulationen um den Goldverkauf auf dem Kurznachrichtendienst Twitter geäußert. Er warnte Abu Dhabi davor, die Regierung von Venezuela bei Goldgeschäften zu unterstützen.

Russland nicht in Goldgeschäften Venezuelas involviert

Zudem gibt ein russisches Flugzeug, das Berichten zufolge leer in Caracas gelandet war und inzwischen wieder abgeflogen ist, Rätsel auf. Die Opposition in dem südamerikanischen Land vermutete, dass das Gold damit außer Landes geschafft werden sollte. Unterdessen hat ein russischer Regierungssprecher klargestellt, dass Russland nicht in Goldgeschäfte der Regierung in Venezuela involviert sei.

(an/dpa)