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Venezuela: Wer hält zu Guaidó und wer zu Maduro?

24.1.2019 14:20 Uhr

Venezuela ist tief gespalten. Präsident Nicolas Maduro hält weiterhin an seinem Amt fest. Parallel dazu hat sich der Präsident der Nationalversammlung Juan Guaidó zum Interimspräsident erklärt. Unterdessen kommt es auf den Straßen zu kämpfen zwischen Oppositionellen und der Polizei. Doch auch die Staatengemeinschaft ist sich nicht einig. Zwar unterstützt ein Großteil der Staaten Juan Guaidó, doch es gibt auch Staaten, die sich hinter Maduro stellen. Doch wer hält zu wem – hier die Antwort:

Erkennen Guaidó an:

Präsident der Nationalversammlung und selbsternannter Interimspräsident Juan Guiadó (Quelle: epa/Miguel Gutierrez)


US-Präsident Donald Trump teilte als erster Regierungschef mit, dass sein Land auf der Seite des Übergangspräsidenten stehe. Die lateinamerikanischen Länder Brasilien, Paraguay, Kolumbien, Chile, Peru, Argentinien, Guatemala, Costa Rica, Panama und Ecuador erkannten ebenfalls Guaidó an. Kanada unterzeichnete eine gemeinsame Erklärung der sogenannten Lima-Gruppe, die Guaidó unterstützt. Außerdem hat der Interimspräsident die Organisation Amerikanischer Staaten weitgehend hinter sich. Georgiens Außenminister erklärte ebenfalls, das Land stehe auf der Seite Guaidós.

Erkennen Maduro an:

Präsident Nicolas Maduro (Quelle: epa/Christian Hernandez)


Mexikos Regierung unter dem Linkspolitiker Andrés Manuel López Obrador erklärte, die Situation in Venezuela werde beobachtet, an den diplomatischen Beziehungen zu dem Land und der bisherigen Regierung ändere sich aber zunächst nichts. Gemeinsam mit Uruguay rief Mexiko zu einem Dialog zwischen den Konfliktparteien auf. Boliviens sozialistischer Präsident Evo Morales hält weiter an der Maduro-Regierung fest. Auch die Regierungen des sozialistischen Inselstaats Kuba und Nicaragua sprachen Maduro ihre Unterstützung zu. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan, der Iran und Russland stellten sich ebenfalls hinter Maduro. Maduro sei der legitime Präsident des Landes, erklärten Kreml und Außenministerium in Moskau.

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Sonstige Stimmen:

Die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini rief zu "freien und glaubwürdigen Wahlen" in Venezuela auf und sagte dem von der Opposition geführten Parlament im Namen der Mitgliedstaaten die Unterstützung der Europäischen Union zu. Eine formale Anerkennung Guaidós sprach Mogherini zunächst nicht aus. Die Anerkennung von ausländischen Staats- und Regierungschefs ist in der EU in der Regel die Sache von Nationalstaaten.

Seitens der Bundesregierung wird auf die Erklärung Mogherinis verwiesen. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron schrieb auf Twitter: "Nach der illegitimen Wahl von Nicolás Maduro im Mai 2018 unterstützt Europa die Wiederherstellung der Demokratie." Den Namen von Guaidó nannte Macron explizit nicht.

China rief zur Zurückhaltung auf und warnte besonders die USA vor einer Einmischung. Alle Seiten lehnten entschieden eine militärische Intervention in Venezuela ab, sagte Außenamtssprecherin Hua Chunying.

(an/dpa)

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