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Venezuela: Tausende demonstrieren - gegen und für Maduro

2.2.2019 17:49 Uhr

Ob es der "größte Protestmarsch" in Venezuelas und Südamerikas Geschichte ist, bleibt fraglich, aber es waren Tausende auf den Straßen der venezolanischen Hauptstadt Caracas.

Anhänger des selbsternannten Übergangspräsidenten Juan Guaido versammelten sich an fünf Punkten im Osten der Stadt und zogen zum Sitz der diplomatischen Vertretung der Europäischen Union. Mit dem "größten Protestmarsch in der Geschichte Venezuelas und unseres Kontinents" will Guaidó auch das Ultimatum von mehreren europäischen Staaten, darunter Deutschland und Frankreich, an Maduro unterstützen: Sie haben dem bedrängten Linksnationalisten bis Sonntag Zeit gegeben, um Neuwahlen zur Präsidentschaft anzusetzen. Andernfalls wollen sie Guaido als Interimsstaatschef anerkennen - so wie bereits die USA, Kanada, Israel und mehrere lateinamerikanische Staaten.

Zusammenstöße befürchtet

Auch Maduro hatte seine Anhänger auf die Straße gerufen. Zeitgleich mit dem Marsch der Opposition will der Linksnationalist den 20. Jahrestag der "Bolivarischen Revolution" feiern, mit der sein Vorgänger Hugo Chavez den potenziell reichen Ölstaat auf einen sozialistischen Kurs brachte. Diese Kundgebung findet etwa zehn Kilometer vom Marsch der Opposition entfernt statt. Die Sicherheitslage in Caracas ist angespannt, es werden Zusammenstöße befürchtet. Seit Beginn der jüngsten Unruhen am 21. Januar wurden in Venezuela nach UN-Angaben rund 40 Menschen im Zusammenhang mit den Protesten getötet, mehr als 850 wurden festgenommen.

(be/afp)

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