Symbolbild: epa/Miguel Gutierrez

Venezuela soll Menschenrechte achten

4.7.2019 19:48 Uhr

Die Regierung in Venezuela soll die schweren Menschenrechtsverletzungen im Land beenden. Das haben nun die Vereinten Nationen gefordert.

Die Sicherheitskräfte seien verantwortlich für willkürliche Festnahmen und Folter von Oppositionellen und die Anwendung übertriebener Gewalt bei Demonstrationen, hieß es in einem am Donnerstag veröffentlichten Bericht des UN-Hochkommissariats für Menschenrechte. Die Regierung von Präsident Nicolás Maduro verfolge eine Strategie, um politische Gegner zu unterdrücken und zu kriminalisieren.

66 Tote bei Protesten

Zwischen Januar und Mai seien bei Protesten 66 Menschen ums Leben gekommen, für den Großteil der Toten seien die staatlichen Sicherheitskräfte und regierungsnahe Schlägertrupps verantwortlich. Bei Polizeieinsätzen kamen bis Mitte Mai nach offiziellen Angaben 1569 Menschen ums Leben. Im vergangenen Jahr waren es 5287.

Seit Anfang des Jahres liefert sich Staatschef Maduro einen erbitterten Machtkampf mit dem selbst ernannten Interimspräsidenten Juan Guaidó. Zahlreiche Oppositionelle sitzen in Haft, Millionen Venezolaner haben das Land verlassen. "Ich rufe alle mit Macht und Einfluss dazu auf, zusammenzuarbeiten und die notwendigen Kompromisse einzugehen, um diese Krise zu beenden", sagte UN-Menschenrechtskommissarin Michelle Bachelet.

(an/dpa)

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