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Venezuela: Richter flieht in die USA

7.1.2019 10:45 Uhr

Die Vereidigung des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro steht bevor. Kurz davor ist ein Richter des Obersten Gerichts aus Venezuela in die USA geflohen. In einem Interview des US-Senders EVTV Miami sagte der Richter Christian Zerpa, er wolle zeigen, dass er die Regierung Maduros nicht anerkenne.

Der sozialistische Präsident des südamerikanischen Landes verdiene keine "zweite Chance". Die Wahl im vergangen Mai sei nicht frei gewesen, sagte Zerpa. Maduro soll am Donnerstag für eine zweite Amtszeit vereidigt werden.

Der Präsident des Obersten Gerichtshofs, Maikel Moreno, nannte Zerpa in einer von lokalen Medien zitierten Pressemitteilung einen "Ex-Richter". Zerpa sei geflohen, weil gegen ihn wegen sexueller Belästigung ermittelt werde.

Umstrittene Wahl 2018

Der Staatschef des krisengeschüttelten Öllandes war in umstrittenen Wahlen im Mai 2018 im Amt bestätigt worden. Zahlreiche Staaten, internationale Organisationen und die venezolanische Opposition sprachen von einem undemokratischen Wahlprozess und erkannten das Ergebnis nicht an. Die Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) will sich am Donnerstag mit der Lage in Venezuela befassen.

Erst am Samstag hatte das von der Opposition kontrollierte Parlament Maduro die Legitimität abgesprochen. Parlamentspräsident Juan Guaidó erklärte auf Twitter, die Nationalversammlung werde ihn nicht vereidigen. Sie sei die "einzige legitime Gewalt" in Venezuela.

(an/dpa)